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«Airbeat One»-Veranstalter: Präsenz der Polizei ist wichtig

16.05.2019 - Eine Party ohne Sicherheit ist keine Party, meinen die Veranstalter von Norddeutschlands größtem Festival für elektronische Musik, dem «Airbeat One» in Neustadt-Glewe mit 55 000 Besuchern am Tag. Sie haben nichts gegen Polizeipräsenz.

  • DJ «Lost Frequencies» tritt beim Musikfestival «Airbeat One» auf. Foto: Danny Gohlke/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    DJ «Lost Frequencies» tritt beim Musikfestival «Airbeat One» auf. Foto: Danny Gohlke/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Neustadt-Glewe (dpa/mv) - In der Festivalszene wird Unverständnis für das Nein der «Fusion»-Veranstalter zu Polizeipräsenz auf dem Gelände laut. Sebastian Eggert, Veranstalter des größten Festivals für elektronische Musik im Norden, dem «Airbeat One» in Neustadt-Glewe (Landkreis Ludwigslust-Parchim), sagte am Donnerstag, auf dem Festival mit 55 000 Besuchern pro Tag sei die Polizei seit Jahren präsent, unter anderem mit einer mobilen Wache.

«Die Präsenz der Polizei ist uns wichtig», sagte er. Die Veranstalter wollten, dass die Gäste vier Tage gut auf dem Flugplatz von Neustadt-Glewe feiern könnten und sicher wieder nach Hause kämen. «Ich verstehe die Haltung der Fusion-Leute nicht. Die Polizei will nix Böses.»

Der Leiter des Polizeikommissariats Ludwigslust, Dirk Hoffmann, erklärte, während des «Airbeat One» seien täglich 150 bis 200 Beamte im Einsatz, auf dem Gelände und drumherum. Dies werde von den Besuchern positiv aufgenommen. «Da werden auch Selfies mit den Polizisten gemacht.» Bei den Kontrollen liege das Hauptaugenmerk auf der An- und Abreise, aber auch auf dem Gelände fänden anlassbezogene und anlasslose Kontrollen statt. Im vergangenen Jahr stellten die Beamten nach seinen Worten knapp 160 Straftaten fest, vor allem Betäubungsmittel-Delikte, Diebstähle und Körperverletzungen. «Es hält sich alles in Grenzen», sagte Hoffmann.

In diesem Jahr findet das «Airbeat One» vom 10. bis 14. Juli unter dem Motto «Indien» statt. Die Veranstalter rechnen nach eigenen Angaben mit einer Steigerung der Besucherzahl auf bis zu 65 000 am Tag. Die Gäste kämen aus mehr als 50 Ländern von Neuseeland bis Ecuador und von Russland bis zu den USA. Spektakulär sind in Neustadt-Glewe die riesigen Bühnen-Aufbauten passend zum jährlich wechselnden Motto und die Feuerwerk-Shows.

Das Festival habe vor 18 Jahren mit rund 1000 Teilnehmern klein begonnen und wachse seither immer weiter, erzählte Eggert. Das erfordere immer umfangreichere Vorbereitungen für die Sicherheit. «Das Sicherheitskonzept umfasst über 100 Seiten.» Die Veranstalter stellten 400 bis 500 eigene Ordner sowie 200 bis 250 Sanitäter. In diesem Jahr werde es erstmals eine eigene Festival-Feuerwehr geben - das Gelände ist von Wald umgeben. Dazu miete man mehrere Löschfahrzeuge von Herstellern an. Mehr als 100 ausgebildete Feuerwehrleute sollen vor Ort sein.

Die Zusammenarbeit mit den Behörden sei eng, bestätigte auch Neustadt-Glewes Bürgermeisterin Doreen Radelow (SPD). Eggert ergänzte: «Andere Festivals arbeiten da so wie wir, von Sonne, Mond und Sterne bis Wacken.» Dass die Fusion-Veranstalter eine Sonderrolle spielen wollten, könne er nicht nachvollziehen.

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