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«Natur Natur sein lassen»: Nationalpark wird 30

05.01.2020 - Als seine letzte Entscheidung sicherte der Ministerrat der DDR am 12. September 1990 für den Naturschutz 14 Gebiete. Der damalige Bundesminister Klaus Töpfer bezeichnet diese Gebiete später als das «Tafelsilber der deutschen Einheit».

  • Eine hölzerne Informationstafel für das Naturschutzgebiet Dornbusch im Norden der Ostseeinsel Hiddensee. Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine hölzerne Informationstafel für das Naturschutzgebiet Dornbusch im Norden der Ostseeinsel Hiddensee. Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Born (dpa/mv) - Im 30. Jahr nach Gründung des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft soll die Beziehung Mensch-Nationalpark im Mittelpunkt des Jubiläumsjahrs stehen. Der Park stehe für steten Wandel, nicht nur an der Küste und den Dünenlandschaften, sagte der Leiter des Nationalparkamts, Gernot Haffner, in Born. So seien bauliche Altlasten entfernt, Moore renaturiert und naturferne Waldbereiche der natürlichen Entwicklung überlassen worden. Bei allem Wandel sei der Grundsatz geblieben, der jedem Nationalpark eigen ist: «Natur Natur sein lassen», sagte Haffner.

Auch für Gäste und die Menschen, die in der Region leben, hätten sich die Perspektiven auf den Nationalpark gewandelt. «Das Verständnis dafür, dass es zum Schutz der Natur Regeln braucht, überwiegt. Die Ausnahmen machen die kleineren und manchmal großen Herausforderungen in der Arbeit der Nationalparkverwaltung aus», sagte Haffner. Gleichzeitig prägten die Ranger als beständige Größe das Bild des Parks, sie seien qualifizierte Ansprechpartner und Hüter der Natur.

Am 12. September 1990 wurde mit dem inzwischen legendären letzten Tagesordnungspunkt der Sitzung des letzten Ministerrats der DDR Naturschutzgeschichte geschrieben. 14 großflächige Landschaften zwischen Ostsee und Elbsandsteingebirge, darunter fünf Nationalparke wurden per Gesetz festgeschrieben und geschützt. Der Einigungsvertrag übernahm das «Tafelsilber der Einheit». «Nicht nur für Deutschland, auch weit über die Landesgrenzen hinaus sind die ostdeutschen Nationalparke inzwischen zu Markenzeichen geworden», sagte Haffner.

Der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft mit einer Größe von 786 Quadratkilometer umfasst Landflächen Vorpommerns im Bereich der Halbinsel Darß-Zingst. Große Areale nehmen zudem Wasserflächen ein: Dazu zählen die Außenbodden vor der westrügenschen Küste sowie Teile der Barther Boddenkette als Binnenbodden und mehr als 400 Quadratkilometer Ostseefläche bis zur Zehn-Meter-Tiefenlinie. Die Vorpommersche Boddenlandschaft ist der drittgrößte Nationalpark in Deutschland.

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