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2018 starben elf Menschen bei Arbeitsunfällen

16.07.2019 - Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Gerade im Baugewerbe müssen Arbeitgeber und Beschäftigte genau darauf achten, dass gravierende Fehler vermieden werden. Hier häuften sich tödliche Unfälle.

  • Helme und Warnwesten hängen an einer Garderobe. Foto: Daniel Bockwoldt/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Helme und Warnwesten hängen an einer Garderobe. Foto: Daniel Bockwoldt/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Rostock (dpa/mv) - Bei Arbeitsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern sind im vergangenen Jahr elf Menschen ums Leben gekommen. Allein sieben Mal geschahen die Unfälle im Baugewerbe, teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mit. Damit blieb die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle auf dem Niveau der Vorjahren. Insgesamt erreichten das Amt 70 Mitteilungen über besonders schwere Unfälle bei der Arbeit, dabei wurden 53 Beschäftigte schwer verletzt. Es seien auch vier schwere Unfälle bei Selbstständigen gemeldet worden.

Insgesamt habe es im vergangenen Jahr im Bereich Arbeitsschutz in 5414 Betriebsstätten Kontrollen gegeben, daraus resultierten 4154 Beanstandungen. Bei 1127 Überprüfungen von Baustellen wurden insgesamt 958 Beanstandungen ausgesprochen. Es wurden 452 Bußgelder in Höhe von rund 155 000 Euro erhoben.

Die Zahl von 70 schweren Unfälle sei allerdings höher gewesen als in den Vorjahren, sagte Lagus-Chef Heiko Will. So mussten die Experten im Jahr zuvor 57 und im Jahr 2016 nur 30 schwere Unfälle untersuchen.

Wie Will sagte, können Unfälle wichtige Hinweise auf mögliche Defizite beim Arbeitsschutz im Betrieb geben. Als Beispiel nannte er einen Arbeitsunfall am Kühlturm des Steinkohlekraftwerks im November 2018, bei dem ein Mann bei Betonsanierungsarbeiten verunglückte. Dabei habe die Arbeitsbühne in 60 Meter Höhe blockiert. Beim Versuch, abwärts zu fahren, sei ein Tragseil im Inneren des Motors gerissen, und auch ein Höhensicherungsgerät habe nicht ausgelöst. Der Mann fiel in die Tiefe.

Die Lagus-Experten hätten unter anderem festgestellt, dass eine Verschmutzung mit Betonresten im Inneren des Motors zum Unfall geführt habe. Der Arbeitgeber hätte die Wartungsintervalle für Seile oder Motoren wesentlich kürzer festlegen müssen, sagte Will. Zudem wäre der Unfall wahrscheinlich verhindert worden, wenn die Arbeiter die ihnen zur Verfügung gestellte Schutzausrüstung getragen hätten.

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