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2020: Mehr Trickstraftaten in ersten neun Monaten als 2019

20.10.2020 - Enkeltrick, falsche Polizisten, Gewinnspielbetrug: In den ersten neun Monaten des Jahres sind in Mecklenburg-Vorpommern bereits mehr Trickstraftaten gegen ältere Menschen registriert worden als im gesamten Vorjahr. Von Januar bis September wurden 1918 Fälle bei der Polizei zur Anzeige gebracht, im Vorjahreszeitraum waren es 1244 Fälle, wie das Landeskriminalamt am Dienstag mitteilte. Im Vorjahr wurden demnach insgesamt 1888 Fälle registriert. Trickstraftaten in Verbindung mit dem Coronavirus habe es nur vereinzelt gegeben.

  • Ein Mann hält einen Telefonhörer in der Hand. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Mann hält einen Telefonhörer in der Hand. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In fast 92 Prozent der bislang in diesem Jahr angezeigten Fälle erkannten die Betroffenen den Betrug und gingen nicht auf die Forderungen ein, im Vorjahr waren es noch etwas weniger. Die hohe Quote führt das LKA insbesondere auf eine erhöhte Sensibilisierung in der Bevölkerung zurück. Dies führe zu einer größeren Bereitschaft, die Versuche bei der Polizei anzuzeigen.

In den ersten drei Jahresquartalen kam es laut LKA in 157 Fällen zur Übergabe von Wertsachen oder Geld, was einer Schadenssumme von etwa 1,44 Millionen Euro entspreche. Im gesamten Jahr 2019 lag diese Summe demnach bei etwas mehr als 1,5 Millionen Euro.

In etwa 39 Prozent der Fälle in den ersten neun Monaten gaben Täter an, sie seien mit dem Opfer verwandt oder bekannt, worunter der sogenannte Enkeltrick zählt, wie es hieß. Prozentual seien dies weniger Fälle als im Vorjahr. Die Betrugsmasche in Verbindung mit falschen Amtspersonen wie Polizisten oder Anwälten kam mit 18,2 Prozent ebenfalls seltener vor als noch 2019. Die Masche des Gewinnspielbetrugs wurde hingegen häufiger angewendet.

Am Montag verlor eine 79 Jahre alte Frau aus dem Landkreis Rostock 30 000 Euro an Betrüger. Der Anrufer gab sich laut Polizeiangaben von Dienstag als Enkel aus, ein Freund sammelte dann das Geld bei der Seniorin ein. Zunächst bekam er 20 000 Euro, danach noch einmal 10 000 Euro.

Die Polizei empfiehlt, niemals Geld an unbekannte Menschen zu übergeben und bei einem verdächtigen Anruf sofort den Notruf unter 110 zu wählen.

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