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24-stündiger Warnstreik in Kitas, Horten und Wohngruppen

04.03.2020 - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft treibt die Sorge vor flächendeckender Altersarmut der Erzieher um. Sie rief deshalb in Rostock zu einem eintägigen Warnstreik auf. Die Branche ist allgemein für niedrige Gehälter bekannt.

  • Kinder warten mit ihren Schulranzen. Foto: Bernd Wüstneck/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Kinder warten mit ihren Schulranzen. Foto: Bernd Wüstneck/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Einrichtungen der Rostocker Kinder- und Jugendhilfe sind am Mittwoch die Erzieher in einen 24-stündigen Warnstreik getreten. Wie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mitteilte, waren acht Kitas und Horte sowie sieben Wohngruppen mit insgesamt 2400 Kindern und Jugendlichen betroffen. Das Deutsche Rote Kreuz als Träger hatte in einigen Einrichtungen Notbesetzungen organisiert, wie eine DRK-Sprecherin sagte.

Am Nachmittag versammelten sich nach GEW-Angaben mehr als 200 Erzieher und auch einige Kita-Kinder auf dem Neuen Markt, um vor der Sitzung der Rostocker Bürgerschaft ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Zum Warnstreik waren rund 420 Beschäftigte aufgerufen worden.

Die GEW will mit dem Warnstreik eine bessere Anerkennung der Betriebszugehörigkeit bei der Überleitung zum Tarif des Öffentlichen Dienstes erreichen. Bisher würden unabhängig von der eigentlichen Beschäftigungsdauer maximal vier Jahre anerkannt, hieß es. Das honoriere nicht die Leistung der Kollegen und sei in Zeiten des Fachkräftemangels längst nicht mehr zeitgemäß, sagte die GEW-Landesvorsitzende Annett Lindner. Bei Durchsetzung der Forderung würden Gehaltszuwächse von bis zu 800 Euro brutto monatlich erreicht.

Nach Angaben der Geschäftsführung des DRK Rostock würde sich die Summe der GEW-Forderungen auf jährlich 2,5 Millionen Euro belaufen. Die GEW sei in den Warnstreik getreten, obwohl sich das DRK Rostock offen für neue Gespräche gezeigt habe, kritisierte das DRK. Laut GEW sei die Gelegenheit für Nachverhandlungen wegen der neuen Beitragsfreiheit für die Eltern günstig. Die GEW sei offensichtlich der Meinung, dass die Kitakosten nun vom Land und den Kommunen finanziert würden und deshalb keine Rücksicht auf die Elternbeiträge genommen werden müsse.

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