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90-Jähriger verliert viel Geld bei Liebesbetrug

10.07.2020 - Sogenannte Liebesbetrüger haben immer wieder Erfolg - meist bei Frauen. Im Osten Mecklenburgs haben sich solche Fälle wieder gehäuft. Auch ein 90 Jahre alter Mann fiel herein.

  • Herz-Emojis stehen in einer betrügerischen Nachricht. Foto: picture alliance / Sebastian Gollnow/dpa/Archiv/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Herz-Emojis stehen in einer betrügerischen Nachricht. Foto: picture alliance / Sebastian Gollnow/dpa/Archiv/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Im Osten Mecklenburg-Vorpommerns sind erneut mehrere Menschen auf den sogenannten digitalen Liebesbetrug (love scamming) hereingefallen, darunter ein 90 Jahre alter Mann. Wie die Polizei am Freitag in Neubrandenburg mitteilte, war der Senior erst durch Ermittlungen wegen Verdachts der Geldwäsche gegen ihn auf den Betrug aufmerksam geworden. Vorher hatte der Rentner aus der Region Neubrandenburg schon 70 000 Euro an eine «junge Frau aus Russland» überwiesen und eingebüßt. Die angeblich 30-Jährige hatte ihm über längere Zeit Bilder geschickt und erklärt, sie sei im Augenblick in einer Notlage.

Ältere Männer seien nicht die typischen Opfer solcher Liebesbetrügereien, erklärte eine Polizeisprecherin. In den vergangenen Wochen seien auch eine 30-jährige Frau aus Neustrelitz, eine 56-jährige Frau aus der Region Neubrandenburg, eine 88-Jährige aus der Müritz-Region sowie eine 76-Jährige aus dem Umfeld von Stralsund Opfer solcher Tricks geworden. Insgesamt büßten die Opfer rund 200 000 Euro bei diesen Maschen ein.

An häufigsten werde das «military love scamming» mit falschen Fotos von US-Soldaten praktiziert, warnte die Sprecherin. Wenn eine Beziehung aufgebaut sei, bräuchten die angeblichen Soldaten plötzlich dringend Geld für einen Krankenhausaufenthalt beim Einsatz im Nahen Osten oder, um aus einem Gefängnis im Irak oder Afghanistan herauszukommen.

Allein 30 000 Euro verlor die 56-Jährige, weil sie auf eine andere Falle hereinfiel. Über Monate hinweg hatte sie Kontakt zu einem angeblichen Franzosen und ihm auch Geld überwiesen. Der hatte vorgegeben, in Afrika zu sein. Er komme aber nicht an sein Geld, dass er für eine Operation seiner todkranken Tochter brauche. Auch die beiden 30 und 88 Jahre alten Frauen büßten jeweils mehrere zehntausend Euro ein, bevor ihnen der Betrug auffiel.

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