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Amt untersagt Kreuzfahrtschiff Fahrten auf Müritz-Elde

02.05.2019 - Was macht man mit einem Schiff, das Flusskreuzfahrten anbietet, aber zu tief im Wasser liegt? Das Wasser- und Schifffahrtsamt hat einem Anbieter untersagt, mit Fahrgästen zu schippern und in eine Werft beordert.

  • Ein Motorboot fährt auf der Müritz-Elde-Wasserstraße in der Nähe von Parchim (Mecklenburg-Vorpommern). Foto: Jens Büttner/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Motorboot fährt auf der Müritz-Elde-Wasserstraße in der Nähe von Parchim (Mecklenburg-Vorpommern). Foto: Jens Büttner/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Grabow (dpa/mv) - Das Flusskreuzfahrtschiff «Gretha van Holland» darf nach der letzten Grundberührung vorerst nicht mit Passagieren auf der Müritz-Elde-Wasserstraße schippern. «Wir haben den Betreibern das untersagt, weil er 20 Zentimeter zuviel Tiefgang hat», sagte der Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Lauenburg, Tilman Treber, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Dem etwa 40 Meter langen Schiff werde zunächst nur eine Überführungsfahrt an die großen Seen zwischen Müritz und Plau gestattet, wo es in eine Werft muss, eventuell sogar mit Begleitung.

Dort werde unter Aufsicht von Fachleuten die nötige «Tiefgang-Anzeige» montiert, die bisher fehlte. Danach soll der Eigentümer das Wassergefährt wieder vorstellen und dann werde endgültig entschieden.

Die «Gretha van Holland» fährt bereits seit Jahren zwischen Schwerin, Plau, der Müritz und Berlin hin und her - mit bis zu 23 Fahrgästen. Dazu nutzte sie sonst die Müritz-Havel- und die Obere-Havel-Wasserstraße. Diese sind aber derzeit wegen Bauproblemen an der Schleuse Zaaren bei Templin bis August nicht durchgängig befahrbar. So fuhr das Schiff über die Elbe und Dömitz in die bis Plau rund 120 Kilometer lange Müritz-Elde-Wasserstraße. Dort hatte sich der Kapitän am Sonntag bei Grabow (Ludwigslust-Parchim) festgefahren.

Bei einer Vermessung kam nun heraus, dass die «Gretha van Holland> statt der zugelassenen 1,20 Metern sogar ohne Gäste und Gepäck 1,40 Meter Tiefgang hat. Das Schiff kam nach einer Anstauung durch das Amt zwar wieder frei, musste aber nach behördlicher Anordnung an der nächsten Schleuse Hechtsforth festmachen und liegenbleiben. Auf behördliche Anordnung musste dann neu vermessen werden.

Es sei unklar, wie das Schiff bei diesem Tiefgang so lange hier fahren konnte, erklärte Treber. Es soll mehrfach Probleme mit Grundberührungen gegeben haben. Auch die Einfahrt in die Stör-Wasserstraße nach Schwerin wurde den Betreibern vorerst untersagt. Zwischen Müritz, Kölpin-, Fleesen- und Plauer See gibt es größeren Spielraum. Allerdings dürfen Schiffe derzeit auch zwischen Mirow und der Müritz nur mit 1,20 Meter Tiefgang fahren.

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