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Angeklagter bestreitet sexuellen Kindesmissbrauch

30.04.2019 - Ein 50-Jähriger soll die Tochter seiner Lebensgefährtin wiederholt vergewaltigt haben. Er steht nun wegen Kindesmissbrauchs vor Gericht und ist bereits wegen Drogendelikten in Haft.

  • Ein Gebäudeschild des Landgerichts Schwerin ist zu sehen. Foto: Markus Scholz/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Gebäudeschild des Landgerichts Schwerin ist zu sehen. Foto: Markus Scholz/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schwerin (dpa/mv) - Wegen schweren sexuellen Missbrauchs der Tochter seiner Lebensgefährtin muss sich seit Dienstag ein 50 Jahre alter Mann aus Schwerin vor dem Landgericht verantworten. Er soll das Kind zwischen September 2013 und Februar 2015 siebenmal vergewaltigt haben. Zu Beginn des Prozesses bestritt der Angeklagte die Vorwürfe. Er habe die heute 17-jährige nie unsittlich angefasst oder gar missbraucht.

Die Übergriffe sollen vor allem in der Wohnung des Angeklagten in Schwerin stattgefunden haben. In einem Fall soll es auch zu sexuellen Handlungen in einer Gartenlaube gekommen sein. Der gelernte Tischler vermutet hinter den Vorwürfen des Mädchens einen Racheakt, zu dem es sich von ihrer Mutter habe instrumentalisieren lassen. Von der Mutter hatte sich der Angeklagte im Spätsommer 2016 getrennt.

Der Angeklagte konnte allerdings keinen Grund nennen, weshalb das Mädchen sich zu falschen Behauptungen gegen ihn überreden lassen haben könnte. Der Vorsitzende Richter machte deutlich, dass er bislang der Argumentation des Angeklagten nicht folgen könne. Außerdem habe ein psychologisches Gutachten ergeben, dass das Mädchen gegenüber der Polizei glaubhafte Angaben gemacht habe.

Das Mädchen wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit als Zeugin vernommen. Um die inzwischen 17-jährige vor einer Konfrontation mit dem Angeklagten zu schützen, musste er sich die Vernehmung über eine Videoanlage in einem gesonderten Raum anschauen. Der Angeklagte sitzt derzeit wegen verschiedener Drogendelikte in Haft. Ihm drohen nach Angaben der Staatsanwaltschaft bis zu sieben Jahre Gefängnis, falls er wegen Kindesmissbrauchs verurteilt wird. Der Prozess wird am Donnerstag fortgesetzt. Ein Urteil könnte Mitte Mai verkündet werden.

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