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Spürbarer Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt in MV

30.09.2020 - Die Zuversicht in der Industrie wächst, die Tourismusbranche freut sich über gute Buchungszahlen und Investitionen des Staates sorgen bei Baufirmen für viel Arbeit. Das hat positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Doch die Corona-Krise ist längst noch nicht überwunden.

  • Das Logo vom Jobcenter spiegelt sich am Eingang. Foto: Jens Kalaene/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Logo vom Jobcenter spiegelt sich am Eingang. Foto: Jens Kalaene/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern steht weiter unter dem Einfluss der Corona-Krise, zeigt zum Sommerausklang aber einen deutlichen Aufwärtstrend. Seit den zahlreichen Entlassungen im April ging zum vierten Mal in Folge die Zahl der Erwerbslosen im Nordosten zurück. Wie die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit in Kiel am Mittwoch mitteilte, waren im September landesweit 62 400 Menschen arbeitslos gemeldet.

Das waren 2700 weniger als im Vormonat August, in dem der Rückgang bei 750 lag. «Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind noch immer sichtbar. Aber es gibt erfreuliche Zeichen der Besserung. Und die setzen sich fort», konstatierte Agenturchefin Margit Haupt-Koopmann.

Die Arbeitslosenquote sank in Mecklenburg-Vorpommern auf 7,6 Prozent und damit unter das Niveau Hamburgs. Sie liegt damit allerdings weiterhin deutlich über dem Vorjahreswert. Im September 2019 betrug die Quote im Nordosten bei damals 53 150 Arbeitslosen 6,5 Prozent. Der Landkreis Rostock verzeichnet derzeit eine Arbeitslosenquote von 5,5 Prozent, die damit deutlich unter dem Bundesdurchschnitt liegt.

Deutschlandweit ging die Zahl der Arbeitslosen zum Vormonat um etwa 108 000 auf 2,847 Millionen zurück. Die Arbeitslosenquote lag im September bei 6,2 Prozent.

Mecklenburg-Vorpommern profitiert nach den Worten Haupt-Koopmanns in besonderer Weisen von den Lockerungen für Gaststätten, Hotels und Pensionen. «Mitarbeiter wurden aus der Kurzarbeit geholt und auch neue eingestellt. Die Buchungslage lässt auch für den nächsten Monat hoffen», sagte sie.

Erfreut zeigte sich Haupt-Koopmann auch darüber, dass die Arbeitslosigkeit in der Gruppe der unter 20-Jährigen zum Vormonat überproportional sank. Nach abgeschlossener Ausbildung werden diese im Herbst von den Firmen oft fest angestellt.

Gedämpft werden die Auswirkungen der Corona-Pandemie weiterhin durch die staatlich finanzierte Kurzarbeit. Wie Haupt-Koopmann mitteilte, haben seit März landesweit 19 200 Betriebe für 186 000 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt, vor allem in den Bereichen Einzelhandel, Gastronomie und Gesundheitswesen.

Den jüngsten Erhebungen zufolge nutzten im Juni landesweit noch 7700 Betriebe die Kurzarbeit. Betroffen waren demnach 53 700 Beschäftigte und damit knapp 26 000 weniger als noch im Mai. Die Arbeitsagenturen hätten dafür bis einschließlich Juni 230 Millionen Euro bereitgestellt.

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) verwies auf die wachsenden Arbeitskräftenachfrage in Bereichen wie Gesundheitswirtschaft, Dienstleistungen oder Energiewirtschaft. «Krisenfeste Branchen stellen tendenziell eher ein. Wir unterstützen mit dem Winter-Stabilisierungsprogramm für Wirtschaft und Arbeit in MV die heimische Wirtschaft. Das sichert Arbeitsplätze im Land», sagte der Minister und verwies damit auf ein weiteres Hilfspaket über 101 Millionen Euro, das aber vom Landtag mit den geplanten Nachtragshaushalt noch beschlossen werden muss.

Die Linksfraktion begrüßte, dass dabei auch zusätzliches Geld für die Qualifizierung und Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen bereitgestellt werden solle. «Die Landesregierung ist dem Vorschlag meiner Fraktion gefolgt, und hat für diesen Zweck eine Million Euro in den Nachtragshaushalt aufgenommen», erklärte der Linke-Abgeordnete Henning Foerster. Zudem forderte er, Beschäftigungsgesellschaften als «wichtige Pfeiler bei der Integration langzeitarbeitsloser Frauen und Männer» besser zu unterstützen.

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