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Ausbildungsmarkt: Schere zwischen Angebot und Nachfrage

12.07.2020 - Nach dem Ende des von der Coronakrise geprägten Schuljahres geht es für Tausende Schüler in Mecklenburg-Vorpommern nun um die Frage nach einer beruflichen Ausbildung oder Studium. Offensichtlich zögern noch viele der jungen Leute.

  • Ein Werkzeugschrank in der Ausbildungswerkstatt der Tischler. Foto: Bernd Wüstneck/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Werkzeugschrank in der Ausbildungswerkstatt der Tischler. Foto: Bernd Wüstneck/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind in Mecklenburg-Vorpommern noch viele Ausbildungsplätze unbesetzt. «Der Topf mit Ausbildungsstellen ist weiter gut gefüllt», sagte der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern, Jens-Uwe Hopf. Gleichzeitig gebe es im Kammerbereich immer weniger abgeschlossene Verträge. Er sieht «eine zunehmend aufgehende Schere zwischen Angebot und Nachfrage.» Nach Angaben der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit waren Ende Juni landesweit noch mehr als 10 000 Plätze unbesetzt, lediglich 6319 Jugendliche hatten sich zu diesem Zeitpunkt gemeldet.

Aber es besteht durchaus Hoffnung, wie Hopf sagte. «Wir hoffen auf eine sehr starke Nachvermittlung.» Dies sieht er im Zusammenhang mit der Coronakrise. «Einige der sonst üblichen Karrierestufen sind nicht mehr in dem Rahmen vorhanden wie in den vergangenen Jahren.» So gebe es wegen der Kontaktbeschränkungen weniger Angebote für das Soziale Jahr. Auch das beliebte «Work & Travel», die mit Arbeiten verbundenen Reisen nach Übersee, sei nicht mehr so einfach zu handhaben, da für viele Länder Einreisebeschränkungen vorliegen. «Von daher vermuten wir, dass sich etliche junge Leute auf den letzten Metern für eine Lehre im Handwerk entscheiden werden.» Auch könnte für manche das schwieriger anmutende Studium, das zunehmend auf digitaler Basis abläuft, ein Grund für eine praktische Ausbildung und eine neue Orientierung sein.

Hopf forderte auch mit Blick auf die fehlenden Bewerber um Ausbildungsplätze erneut die Einführung des Azubi-Tickets. Mit dem seien die Fahrten zur Berufsschule für die rund 20 000 Auszubildenden im Land kostenfrei möglich.

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