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Aussteller aus MV mit Buchmesse zufrieden

24.03.2019 - Die Buchmesse in Leipzig hat sich wieder als Besuchermagnet erwiesen. Davon profitierten auch die Aussteller aus Mecklenburg-Vorpommern. Mit der Resonanz an ihren Ständen zeigten sich viele zufrieden.

  • Besucher gehen in der Glashalle über die Treppe mit dem Logo der Leipziger Buchmesse. Foto: Jens Kalaene © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Besucher gehen in der Glashalle über die Treppe mit dem Logo der Leipziger Buchmesse. Foto: Jens Kalaene © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Leipzig (dpa/mv) - Bücher aus und über Mecklenburg-Vorpommern haben bei der Buchmesse in Leipzig ihr Publikum gefunden: Zum Abschluss der viertägigen Messe zogen am Sonntag Vertreter renommierter und kleiner Verlage aus dem Nordosten ein positives Fazit. Die Besucherzahlen seien erneut überwältigend gewesen und hätten das Interesse am traditionellen Buch unter Beweis gestellt, hieß es übereinstimmend. Etwa 30 Verlage und Künstler aus Mecklenburg-Vorpommern präsentierten sich in diesem Jahr auf der Bücherschau.

«Leipzig ist eine Besuchermesse, die uns den direkten Kontakt zu den Käufern verschafft. Wir haben sehr genau registriert, welche Bücher am meisten aus dem Regal genommen wurden», sagte Stefanie Matz vom Steffen Verlag in Friedland (Mecklenburgische Seenplatte). Zum Angebot zählten unter anderem aufwendig illustrierte Ausgaben aus dem Bestand und auch zahlreiche Neuerscheinungen. Neben den Minibildbänden für die Hosentasche seien in diesem Jahr vor allem auch Bücher mit Texten von und über Theodor Fontane auf besonderes Interesse gestoßen, berichtete Matz.

Ähnliche Erfahrungen machte auch Ines Kästner vom Demmler-Verlag in Schwerin, der 200 Jahre nach der Geburt von Fontane sein Bändchen über dessen Besuche in Mecklenburg neu auflegte. Viel Interesse habe es auch für die Naturreihe zu maritimen Themen sowie für die traditionelle Künstlerreihe gegeben, in der unter anderem eine Publikation über den Bildhauer Ernst Barlach erschien.

Der Rostocker Hinstorff-Verlag als größter Verlag im Nordosten konnte nach Angaben von Elena Fischer erneut mit seinem Angebot an Kinderbüchern und Regional-Krimis bei Besuchern und Buchhandel punkten. Händler aus Badeorten entlang der Ostsee würden besonders gern Kriminalliteratur mit Bezügen zur jeweiligen Urlaubsregion anbieten, weil sie von den Gästen stark nachgefragt werde. Die Ostsee-Krimi-Serie umfasse inzwischen 33 Titel von 16 Autoren, berichtete Fischer. Erstmals war Hinstorff auch mit einem Roman und zwei Erzählungen aus dem Genre Science Fiction in Leipzig vertreten. Die Resonanz sei vielversprechend gewesen.

Einen festen Platz im Bereich des Kunstbuchdrucks hat sich der kleine Stralsunder Verlag Mückenschwein erobert. «Wer zu uns kommt, sucht das Besondere und er wird hier auch fündig», versicherte Verlagsleiter Fred Lautsch. Ein Blickfang am Stand war der Sammelband «Fräulein Berta, eine Oper mit wenigen Worten und tollen Holzschnitten», wie Lautsch sagte. Der Anspruch seines Verlags sei es, «im Überangebot der Massenware der Kunst des Buchdrucks einen Platz zu sichern».

Mit außergewöhnlichen Angeboten präsentierten sich auch der Verlag «Pug & Duck» (Mops & Ente) aus Ludwigslust und das «Nornennetz» mit Sitz in Jarmen (Landkreis Vorpommern-Greifswald). Die Ludwigsluster legten ein Mops-Tarot vor, bei dem alle Kartenmotive durch Möpse und Näpfe, Knochen oder Würste ersetzt wurden. Nach Angaben von Verlagsmitarbeiterin Bianca Burow war die erste Auflage schon vor der Messe fast ausverkauft, obwohl der offizielle Verkauf erst in Leipzig starten sollte. Das «Nornennetz», das gezielt deutschsprachige Fantasy-Autorinnen fördern will, hatte angekündigt, mehr als 40 Titel in Leipzig vorstellen zu wollen.

In den Messehallen im Norden der Stadt hatten insgesamt 2547 Aussteller auf 46 Ländern Neuheiten rund ums Buch präsentiert. Gastland war Tschechien. Wie die Messe am Sonntag mitteilte, kamen insgesamt 286 000 Gäste auf das Messegelände und das dazugehörige Festival «Leipzig liest». Das waren 15 000 mehr als 2018. Damals hatte ein Wintereinbruch und Bahnchaos die Besucherzahl auf 271 000 gedrückt.

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