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Auto rast in Einkaufszentrum: Mehr als vier Jahre Haft

06.02.2020 - Innerhalb weniger Wochen hat eine Gruppe junger Männer in Malchin und Umgebung reihenweise Einbrüche verübt. Nun gestanden sie: Ein Haupttäter bekam eine lange Haftstrafe, die anderen kamen mit Bewährung und Verwarnung davon.

  • Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David Ebener/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David Ebener/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Neubrandenburg (dpa/mv) - Sie stahlen Autos und Radlader, fuhren nachts zweimal mit einem Auto in ein Einkaufszentrum, setzten einen Wachmann außer Gefecht und entwendeten Geld und Tabakwaren: Gut drei Jahre nach einer spektakulären Einbruchserie hat das Landgericht Neubrandenburg vier Männer dafür verurteilt. Als Haupttäter erhielt ein 30-Jähriger Malchiner (Mecklenburgische Seenplatte) am Donnerstag viereinhalb Jahre Freiheitsstrafe wegen schweren Bandendiebstahls. Er hatte - wie die Komplizen - ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Richterin Daniela Lieschke sprach von einer «hohen kriminellen Energie» der Bande. Bei den insgesamt acht angeklagten Fällen war ein Gesamtschaden von rund 150 000 Euro entstanden. Als Motiv gaben die zu der Zeit arbeitslosen Männer Langeweile und Geldmangel an.

Besonders spektakulär waren dabei zwei Einbrüche, bei denen die Täter im September 2016 gleich zweimal nachts per Auto in ein Einkaufszentrum in Stavenhagen gerast waren. Nach der Zerstörung der Tür wollten sie einen Geldautomaten ausplündern, was aber beide Male scheiterte. Bei der «Wiederholungsfahrt» setzten die Einbrecher noch einen Wachmann mit Reizgas außer Gefecht, der die Tat verhindern wollte. Ihr Pech: Ihr Auto blieb bei der Flucht im Einkaufszentrum liegen, sie flüchteten zu Fuß.

Zwei 27 und 22 Jahre alte Komplizen des Haupttäters erhielten Bewährungsstrafen. Ein vierter Mann, der zur Tatzeit erst 19 Jahre alt war, bekam wegen einer Diebstahlstat eine Verwarnung. Der Verurteilung der Bande war eine Absprache zwischen Gericht und den Angeklagten vorausgegangen. Die vier Männer nahmen an, ein zweiter Hauptangeklagter im Alter von 26 Jahren hatte darauf verzichtet. Sein Verfahren war abgetrennt worden.

Der 30-Jährige und ein 26-Jähriger waren bereits 2017 vom Landgericht zu Freiheitsstrafen verurteilt worden. Sie hatten bei einem Mann in Stavenhagen rund 100 000 Euro Bargeld und eine Münzsammlung gestohlen. Der 30-Jährige verbüßt diese Strafe noch. Der 26-Jährige musste bei dem Deal des Gerichts befürchten, wieder in Haft zu gehen.

Mit dem Urteil folgte die Kammer weitgehend den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Die Verurteilten hätten noch Glück gehabt, denn sechs Autos und ein 115 000 Euro teurer Radlader, die sie gestohlen hatten und mit denen sie umhergefahren waren, wurden weitgehend unbeschädigt wieder gefunden, wie Lieschke sagte. Das sei nicht das Verdienst der Diebe gewesen.

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