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Bahnfahren für Behinderte jetzt aufwendiger

05.02.2019 - Schwerin (dpa/mv) - Für Behinderte ist das Organisieren einer Bahnfahrt aufwendiger geworden. Bisher konnten sie Hilfe - etwa beim Einsteigen - unter einer einheitlichen Rufnummer bei der Mobilitätsservice-Zentrale (MSZ) der Deutschen Bahn beantragen, egal mit welcher Bahngesellschaft sie reisen wollten. Der Service war für die anderen Bahnen kostenlos. Seit dem 1. Februar will die DB nun Geld dafür haben, wie der Geschäftsführer der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft (ODEG), Arnulf Schuchmann, am Dienstag sagte.

  • Arnulf Schuchmann. Foto: Arne Bänsch/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Arnulf Schuchmann. Foto: Arne Bänsch/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Wir haben das nicht kalkuliert, wir können uns das nicht leisten», erklärte er. Zudem habe die ODEG eine eigene Servicenummer und Personal, das ebenfalls Hilfe gewähre. Die Reisenden müssten bei einer Fahrt mit der ODEG jetzt deren Nummer wählen. Zuvor hatte der Sender NDR 1 Radio MV über die Bahn-Änderung berichtet.

Der Verkehrspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Jochen Schulte, forderte, den Streit zwischen der Deutschen Bahn und einigen Privatbahnen nicht auf den Rücken von Menschen mit Beeinträchtigungen auszutragen. «Die SPD-Landtagsfraktion wird daher beantragen, dass sich der Verkehrsausschuss des Landtages mit dem Thema beschäftigt. Wir werden mit den Verkehrsbetrieben und den Behindertenverbänden gemeinsam diskutieren, wie eine Übergangsregelung bis zur Klärung der rechtlichen Fragen aussehen kann.»

Schuchmann sagte, auch bisher hätten schon viele Behinderte die ODEG-Nummer gewählt. Der Servicemitarbeiter im Zug erhalte bei Dienstantritt eine Meldung, wo und wann Hilfsbedürftige zusteigen. Hilfe, um zu den Bahnsteigen zu gelangen, sei nur an relativ wenigen größeren Bahnhöfen möglich, wo es überhaupt noch Personal gebe.

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