Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Bauern demonstrieren gegen Einlagerung von Käse und Butter

11.05.2020 - Milchbauern haben am Montag vor dem Agrarministerium in Schwerin gegen die EU-geförderte Einlagerung von Butter, Käse und Milchpulver demonstriert. An der Aktion nahmen rund 15 Landwirte teil, wie die Polizei mitteilte. Sie schichteten aus Milchpulversäcken eine Pyramide auf.

  • Im einem Melkstand wird einer Kuh das Melkgeschiff angelegt. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Im einem Melkstand wird einer Kuh das Melkgeschiff angelegt. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Bauern befürchten infolge der Corona-Pandemie eine erneute Milchkrise mit finanziellen Schwierigkeiten für die Milchviehhalter. Es sei nicht davon auszugehen, dass die Probleme mit den Lockerungen der Corona-Beschränkungen beendet sein würden, erklärte der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter.

Auf Druck der milchverarbeitenden Industrie hin habe die EU-Kommission seit dem 1. Mai die private Lagerhaltung eröffnet, das heißt, sie bezuschusse mit rund 80 Millionen Euro die Einlagerung von Magermilchpulver, Butter und Käse. «Was den Markt stabilisieren soll, verlagert die Probleme der Milchviehhalter jedoch weiter auch in die Zeit einer einsetzenden Markterholung», befürchtet der Verband.

Agrarminister Till Backhaus (SPD) appellierte an Molkereien, Lebensmitteleinzelhandel und Produzenten, gemeinsam Lösungen zu finden. Die Covid-19-Pandemie habe in der Tat zu Marktturbulenzen geführt: Während der Absatz von Milchprodukten im Lebensmitteleinzelhandel deutlich zugenommen habe, sei unter anderem der Export eingebrochen. Backhaus bezeichnete die Freigabe der Einlagerung durch die EU als ein Mittel, die preisliche Niedrigphase zu überbrücken. Erste Hoffnungsschimmer gebe es bereits. Die Nachfrage aus Italien und auch China steige allmählich. «Und doch kommen wir nicht darum herum, Wege zu finden, den dauernden Turbulenzen am Milchmarkt entgegenzuwirken», meinte Backhaus. «Die Industrie muss endlich Strategien entwickeln, die Milchmenge vorausschauend zu steuern.»

Milchbauern demonstrieren derzeit bundesweit. In den kommenden Tagen sind Aktionen in Hannover, Düsseldorf, Wiesbaden, München und Stuttgart geplant.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren