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Bauernverband: Erste Trockenschäden auf Feldern und Wiesen

25.04.2019 - Das neue Landwirtschaftsjahr beginnt, wie das alte aufgehört hat - zu trocken. Erste Schäden sind nicht mehr zu übersehen. Noch hoffen die Bauern, dass es nicht zu einem zweiten Dürrejahr kommt.

  • Die Luftaufnahme aus einem Flugzeug zeigt Trockenschäden auf einem Getreidefeld in Südniedersachsen. Foto: Rampfel/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Luftaufnahme aus einem Flugzeug zeigt Trockenschäden auf einem Getreidefeld in Südniedersachsen. Foto: Rampfel/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Neubrandenburg (dpa/mv) - Die Trockenheit hat auf Äckern und Wiesen mit sandigen Böden bereits Schäden angerichtet. Vor allem die jungen Zuckerrübenpflanzen bräuchten dringend Regen, sagte eine Sprecherin des Landesbauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern am Donnerstag in Neubrandenburg. Auch der Raps, der gerade zu blühen beginnt, und der Mais, dessen Aussaat in diesen Tagen abgeschlossen wird, benötigten dringend Wasser. «Gerste und Weizen können die Trockenheit in der Regel ein wenig länger kompensieren, aber auch diese Pflanzen stoßen bald an ihre Grenzen», sagte die Sprecherin.

Auch Gräser leiden unter dem Wassermangel. Auf Wiesen und Weiden sei bisher kaum Wachstum zu verzeichnen, hieß es. Schon im trockenen Vorjahr gab es wenig Futter. Jetzt warten Tierhalter dringend auf den neue Pflanzen. Noch haben die Bauern Hoffnung, dass es nicht zu einem zweiten Dürrejahr kommt. Das wäre nach der Rechnung des Bauernverbande das dritte, für einige Betriebe schon das vierte Jahr in Folge mit einer schlechten Ernte. Die finanziellen Reserven einiger Betriebe seien aufgebraucht.

Die Bio-Landwirtin Laura Thierbächer aus Schwanbeck (Mecklenburgische Seenplatte) bestätigt, dass selbst auf Weiden im Niedermoor, wo 50 Mutterkühe ganzjährig draußen stehen, derzeit kein Gras nachwächst. Auf dem Acker, wo der Betrieb Futter wie Kleegras und eine Mischung aus Getreide und Leguminosen für Silage anbaut, sieht die Landwirtin schon geschädigte, teilweise abgestorbene Pflanzen. «Noch gibt es morgens Tau, aber der Wind trocknet den Boden völlig aus», sagte sie. Im vorigen Jahr habe ihr Betrieb, den sie mit ihrem Mann gemeinsam betreibt, Futter teuer zukaufen müssen, um die Mutterkühe, 100 Milchkühe und 150 Jungrinder über den Winter zu bringen. Es sei Glück gewesen, dass ein Biobauer aus Woldegk Futter übrig hatte.

Investitionen in Beregnungsanlagen sind dem Bauernverband zufolge ausgebremst, seitdem Agrarminister Till Backhaus (SPD) im Vorjahr eine Wasserentnahmegebühr für Grund- und Oberflächenwasser ins Gespräch brachte. Diese würde die Kosten von Beregnungen und damit die Produktionskosten weiter steigern. Dabei könnte die Beregnung bei Kartoffeln, Gemüse und teilweise bei Zuckerrüben sehr helfen. Bei Getreide wäre Beregnung wegen der Abhängigkeit von den schwankenden Weltmarktpreisen zu teuer.

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