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Bildungsministerium rechnet schon mit höherem Lehrerbedarf

09.09.2019 - Der Lehrerbedarf in Deutschland ist einer Studie zufolge künftig noch größer als angenommen, weil mehr Kinder geboren werden. Das Bildungsministerium in Schwerin sagt: Das wissen wir schon.

  • In einer ersten Klasse in einer Grundschule melden sich Kinder während des Unterrichts. Foto: Patrick Pleul/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    In einer ersten Klasse in einer Grundschule melden sich Kinder während des Unterrichts. Foto: Patrick Pleul/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schwerin/Gütersloh (dpa/mv) - Die Studie der Bertelsmann-Stiftung, wonach der Bedarf an Grundschullehrern in Deutschland in den kommenden Jahren deutlich höher sein wird als bislang angenommen, überrascht das Schweriner Bildungsministerium nicht. «Wir rechnen in MV bereits mit einem höheren Bedarf an Grundschullehrern», sagte Ministeriumssprecherin Michaela May am Montag. Zahlen nannte sie nicht.

«Wir aktualisieren unseren jährlich Bedarf an Lehrkräften ständig mit jedem Renteneintritt und jeder Neueinstellung.» Alle fünf Jahre werde zudem eine längerfristige Prognose erstellt. Die nächste soll nach Mays Worten im kommenden Jahr vorgelegt werden und nehme die nächsten 15 Jahre in den Blick. Nach der aktuell noch gültigen Lehrkräftebedarfsprognose geht das Ministerium in den Jahren 2020 bis 2025 von einem Bedarf an 825 neuen Grundschullehrern aus.

Der Bertelsmann-Stiftung zufolge werden bis zum Jahr 2025 mindestens 26 300 Lehrer an deutschen Grundschulen fehlen. Damit sei die Lage noch dramatischer als von der Kultusministerkonferenz (KMK) erwartet, heißt es in der am Montag vorgelegten Studie der Stiftung. Die KMK hatte im vergangenen Oktober einen Mangel von 15 300 Grundschullehrern im Jahr 2025 errechnet.

Die Studie der Bertelsmann-Stiftung bezieht sich auf die Bevölkerungsprognose des Statistischen Bundesamts aus dem vergangenen Juni. Sie geht für das Jahr 2025 von 3,254 Millionen bis 3,323 Millionen Kindern zwischen 6 und 10 Jahren aus. Die Macher der Studie orientierten sich nach eigenen Angaben an der fast niedrigsten Variante - und kamen dabei bereits auf ein Plus von 168 000 Kindern zur Zahlenbasis der Kultusministerkonferenz.

Für Mecklenburg-Vorpommern wurde Ende August die neueste Bevölkerungsprognose vorgestellt. «Die darin enthaltenen Annahmen zur Bevölkerungsentwicklung liegen sogar oberhalb der von Bertelsmann genutzten Annahmen», sagte May. Die Studie zeigt jedoch auch, dass es in den anderen Bundesländern noch größere Bedarfe gebe als bisher angenommen. Damit dürfte sich die Situation auf dem Lehrkräftearbeitsmarkt weiter verschärfen, sagte sie. Nach einem Bericht des NDR plant das Ministerium, mehr Studienplätze für Grundschullehrer an der Universität Rostock anzubieten. Bisher können demnach dort jährlich 100 Lehramtsstudierende beginnen.

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