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Blaualgen im Meer und an Seen: Einige Badestellen gesperrt

11.08.2020 - Die übermäßige Algenblüte in der Ostsee und in Binnenseen ist eine der Kehrseiten des schönen Hochsommerwetters. Teilweise wurden Badeverbote ausgesprochen.

  • Ein Schild «Vom Baden wird abgeraten - Blaualgen» steht am Ufer eines Badesees. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Schild «Vom Baden wird abgeraten - Blaualgen» steht am Ufer eines Badesees. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das hochsommerliche Wetter begünstigt das Wachstum von Blaualgen an der Ostseeküste und in Binnenseen. Auf der Insel Rügen hat das Gesundheitsamt des Kreises das kurzzeitige Schließen einer Badestelle bei Zudar wegen Blaualgen empfohlen, teilte eine Sprecherin des Landkreises Vorpommern-Rügen am Dienstag mit.

Am Montag hatte die Stadt Greifswald ein Badeverbot an drei Badestellen wegen der blau-grünen Algenteppiche bekanntgegeben.
Der Verdacht auf Blaualgen - oder richtiger Cyanobakterien - bestätigte sich nach Angaben eines Sprechers nach Laboruntersuchungen am Dienstag. In den Badewasserproben von Wampen, Greifswald-Eldena sowie der Insel Riems wurden die potenziell toxischen Bakterien nachgewiesen. Am Dienstag kontrollieren Mitarbeiter des Gesundheitsamtes Badestellen am Greifswalder Bodden und auf Usedom. Dabei wurden in Usedom leichter, in Krienke starker Algenbefall festgestellt. Mit den Untersuchungsergebnissen der Wasserproben im Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) rechnet der Landkreis am Mittwoch.

Das Lagus sprach am Dienstag von vier Strandsperrungen im Land. Es besteht jedoch keine Meldepflicht seitens der Kreis-Gesundheitsämter an das Landesamt.

Die Sprecherin des Landkreises Vorpommern-Rügen, Stefanie Skock, sagte, an mehreren der 72 Badestellen im Kreis habe das Gesundheitsamt Wasserproben genommen. Die Badestellen-Betreiber und Kommunen seien aufgefordert, das Wasser auf Algen hin zu überwachen und die Badegäste über die Algenblüte zu informieren. «Die Blickdiagnose ist schon recht zuverlässig», sagte sie. Der Landkreis setze mehr auf Information als auf Sperrungen. Algenteppiche werden in der Regel vom auflandigen Wind angetrieben und meist schnell wieder weggespült. «Mit großflächigen Sperrungen verspielen wir uns die Akzeptanz», meinte Skock.

Zudem rechne der Kreis mit der Eigenverantwortung der Badegäste. Seien sie immungeschwächt oder hätten offene Wunden, sollten sie nicht baden. Sie könnten sich eine Infektion zuziehen. Blaualgen können dem Landesgesundheitsamt zufolge auch Haut- und Schleimhautreizungen hervorrufen sowie nach dem Schlucken des Wassers zu Erbrechen und Durchfall führen. Säuglinge und Kleinkinder sind besonders gefährdet. Neben Blaualgen seien auch Vibrionen gefährlich, eine andere im Meer vorkommende Bakterienart, die bei Wassertemperaturen ab 18 bis 20 Grad massenhaft auftrete.

Im Schweriner See ist die Warnung vor Blaualgen erweitert worden. Nachdem die Stadt Schwerin bereits am vergangenen Freitag eine Warnung für das Freibad Kalkwerder herausgegeben hatte, gilt diese jetzt auch für die Bereiche Zippendorfer Strand und Am Reppin, wie eine Sprecherin der Verwaltung am Dienstag sagte. An den Badestellen seien Warnhinweise angebracht worden. Gesperrt worden sei bislang aber noch keine Badestelle. Auch am Rühner See bei Bützow (Landkreis Rostock) wird vor Blaualgen gewarnt.

Laut Umweltministerium bilden Algen in der zentralen Ostsee bei Wassertemperaturen ab 18 Grad Massenvorkommen. Begünstigt werde das durch eine Überfrachtung mit Nährstoffen wie Phosphor durch Sauerstoffmangel in großen Gebieten der Ostsee.

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