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Böllerverbot zu Silvester in Rostock und Schwerin beantragt

23.10.2019 - Rostock/Schwerin (dpa/mv) - Die Deutsche Umwelthilfe hat für die Innenstädte von Rostock und Schwerin ein Silvester-Böllerverbot beantragt. Die Feinstaubbelastung liege dort im Jahresmittel bei 20 (Schwerin) beziehungsweise 24 (Rostock) Mikrogramm je Kubikmeter Luft für die Partikelgröße PM 10, teilte die Organisation am Mittwoch in Berlin mit.

  • Ein gezündeter Silvesterböller. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein gezündeter Silvesterböller. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bundesweit seien für 98 Städte mit Feinstaubbelastungen ab 20 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft Verbotsanträge für die Silvester-Böllerei gestellt worden. Partikelgröße PM 10 bedeutet Feinstaubpartikel mit einem maximalen Durchmesser von 10 Mikrometern.

Am ersten Tag eines jeden Jahres herrschten in deutschen Städten aufgrund des Silvester-Feuerwerks teils Rekord-Feinstaubbelastungswerte von 1000 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, hieß es zur Begründung. Polizei und Krankenhäuser registrierten zahlreiche Verletzte. Wohnungsbrände sowie vermüllte Straßen und Grünanlagen gehörten ebenfalls jedes Jahr zur Silvesterbilanz. Vielerorts werde von Ausnahmezuständen gesprochen.

Die Städte Rostock und Schwerin bestätigten den Eingang des Antrags der Deutschen Umwelthilfe. Er werde geprüft, teilte Rostocks Stadtsprecher Ulrich Kunze mit. Schwerins Stadtsprecherin Michaela Christen erklärte, das Thema beschäftige die Kommunalpolitik der Landeshauptstadt schon länger. «Es gab parallel in diesem Jahr zwei Prüfanträge der Stadtvertretung an die Verwaltung», sagte sie. «Es ging erstens um die Möglichkeiten einer Beschränkung privater Feuerwerke sowie um die Auswirkungen von Feuerwerken, die im Verlaufe des Jahres und zum Jahreswechsel in Schwerin stattfinden und zweitens um umweltschonende Alternativen zum Großfeuerwerk des Schweriner Altstadtfestes.» Allein nach Silvester müssten in der Innenstadt mehr als 1500 Kilogramm Feuerwerksabfälle weggeräumt werden.

Die Deutsche Umwelthilfe wirbt für ein «Silvester 2.0» mit Licht- und Lasershows. Dies sei eine moderne und saubere Alternative zur Schwarzpulver-Böllerei.

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