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Corona: Kabinett berät über nächste Lockerungen

05.05.2020 - Nach Wochen strengster Kontaktsperren, Zwangsschließungen und Reisebeschränkungen lockert die Landesregierung in Schwerin die Zügel spürbar. Die Öffnung von Museen und Kosmetiksalons dürften dabei noch die kleinsten Zugeständnisse sein.

  • Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Einen Tag vor dem nächsten Bund-Länder-Spitzengespräch berät die Landesregierung in Schwerin über weitere Lockerungsschritte der Corona-Schutzvorkehrungen. Als sicher gilt, dass die Ministerrunde am Dienstag den Startschuss für die Wiederöffnung von Museen und Gedenkstätten gibt. Das hatte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) in der Vorwoche bereits angekündigt. Zudem soll darüber beraten werden, wann und unter welchen Bedingungen etwa auch Kosmetiksalons oder Nagelstudios wieder öffnen dürfen. Betreibern von Friseursalons ist bereits seit Montag erlaubt, Kunden zu bedienen.

Schon am Montagabend hatten sich Vertreter von Landesregierung und Gastgewerbe in der gemeinsamen Task Force Tourismus überraschend auf einen schon sehr konkreten Stufenplan zum Neustart des Gastgewerbes im Nordosten verständigt. Demnach öffnet Mecklenburg-Vorpommern als erstes Bundesland wieder seine Gaststätten und beendet noch vor Pfingsten das mehrwöchige Einreiseverbot für auswärtige Touristen.

Basis für diese weitreichende Entscheidung sei die weiterhin geringe Zahl von Corona-Neuinfektionen trotz Ladenöffnung und teilweiser Wiederaufnahme des Schulbetriebs, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). Die Lockerungen in den letzten 14 Tagen hätten gut funktioniert, die Infektionslage sei weiter stabil.

Deshalb sei es möglich die Gaststätten im Land vom Samstag (9. Mai) an unter strikten Hygieneauflagen und mit maximal sechs Erwachsenen je Tisch für Einheimische zu öffnen. Vom 18. Mai an dürfen Gäste aus dem Land auch wieder in Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen übernachten. Zum 25. Mai soll dann das seit Mitte März geltende Einreiseverbot für Touristen aus anderen Bundesländern aufgehoben werden. Damit wäre Pfingsturlaub an der Ostsee oder in der Mecklenburgischen Seenplatte wieder für alle Bundesbürger möglich.

Voraussetzung für die Lockerungen seien niedrige Infektionszahlen, sagte Schwesig. Seit dem 16. April waren die registrierten Neuinfektionen im Land mit einer Ausnahme jeweils einstellig, laut Schwesig lag die Zahl im Durchschnitt bei etwa vier am Tag. Mit 43 Infizierten pro 100 000 Einwohner verzeichnet Mecklenburg-Vorpommern die geringste Infektionsquote bundesweit.

Der Tourismusverband zeigte sich erfreut über das klare Signal des Landes für einen Neustart. «Der Tourismus kehrt nach der Phase des Stillstands und wirklich deprimierenden Wochen in das Leben zurück», sagte Verbandsgeschäftsführer Tobias Woitendorf.

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