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Corona-Pandemie treibt öffentliche Schulden nach oben

29.09.2020 - Die Corona-Krise hat Mecklenburg-Vorpommern vom jahrelangen Kurs des Schuldenabbaus abgebracht und den Schuldenberg wieder wachsen lassen. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden unter Berufung auf vorläufige Ergebnisse mitteilte, stieg die Schuldenlast des Landes im ersten Halbjahr 2020 um 10,9 Prozent auf 8,36 Milliarden Euro. Mit Blick auf die vom Land geplante Aufnahme weiterer Kredite zur Bekämpfung der Pandemie-Folgen dürfte der Schuldenberg wieder auf über 10 Milliarden Euro anwachsen.

  • Zahlreiche Banknoten zu 10, 20 und 50 Euro liegen auf einem Tisch. Foto: Monika Skolimowska/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Zahlreiche Banknoten zu 10, 20 und 50 Euro liegen auf einem Tisch. Foto: Monika Skolimowska/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bei den Kommunen im Nordosten, die mit dem neuen Finanzausgleich seit Januar deutlich mehr Geld vom Land erhalten, kommen die Corona-Folgen offenbar erst mit Verzögerung an. Deren Schulden sanken gegenüber dem 31. Dezember 2019 um 1,9 Prozent auf 1,68 Milliarden Euro. Doch bundesweit wuchsen auch bei Städten und Gemeinden die Schulden, allerdings mit einem Zuwachs von 0,8 Prozent zunächst noch moderat.

Insgesamt sind den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge die Schulden von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherung bei Banken und Privatunternehmen auf einem neuen Höchststand. Zum Ende des ersten Halbjahres 2020 betrug die Summe 2108,9 Milliarden Euro. Dies sei der höchste ermittelte Stand in der Statistik seit Umstellung der Berechnungsmethode im Jahr 2010. Der Schuldenberg wuchs demnach im Vergleich zum Jahresende 2019 um rund elf Prozent oder 210,1 Milliarden Euro.

Der Anstieg sei «im Wesentlichen dadurch begründet, dass die öffentlichen Haushalte finanzielle Mittel für Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise aufnahmen», erklärte das Bundesamt. Er betraf demnach bis auf die Sozialversicherung alle Ebenen des öffentlichen Gesamthaushalts.

Mit 13,7 Prozent auf 1351,5 Milliarden Euro stieg die Verschuldung des Bundes am meisten. Die Bundesländer legten im Schnitt 8 Prozent zu, prozentual am meisten Sachsen (plus 89,6 Prozent), Bayern (plus 30,6 Prozent) und Bremen (plus 20,4 Prozent). Überwiegend sei auch hier die Corona-Pandemie Ursache gewesen, erklärte das Bundesamt.

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