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Corona lähmt die Jugendarbeit im Land

19.01.2021 - Geschlossene Jugendclubs, keine Sportveranstaltungen - die Jugendarbeit im Land steht zu großen Teilen still. Das erschwert den sozialen Ausgleich.

  • Auf einem Hinweisschild steht "Jugendzentrum Büros". Foto: Armin Weigel/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Auf einem Hinweisschild steht "Jugendzentrum Büros". Foto: Armin Weigel/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der derzeitige Corona-Lockdown hat die Jugendarbeit im Land nach Aussage des Landesjugendrings weitgehend zum Erliegen gebracht. Die aktuellen Beschränkungen ließen die reguläre Arbeit etwa von Jugendclubs nicht zu, sagte Anna Herbst vom Landesjugendring.

Kinder und Jugendliche seien in der Corona-Krise «sehr auf ihre Kernfamilien zurückgeworfen». Wenn diese weniger Ressourcen hätten, schlage sich das auch auf die Jugendlichen nieder. «Jugendarbeit und Jugendhilfe kann da einfach nicht ausgleichend fungieren in Corona-Zeiten». Jugendliche hätten etwa über Langeweile oder zunehmende Konflikte geklagt, nachdem ihr Jugendclub im Lockdown schließen musste.

In Corona-Debatten gehe es häufig nur um Kinder und Jugendliche als Schüler und Schülerinnen, kritisiert Herbst. Die Freizeitgestaltung und der Kontakt zu Gleichaltrigen sei ebenfalls wichtig. Hier leiste Jugendarbeit wichtige Unterstützung für Familien und ermögliche ein gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen. Auch der Kinderschutz werde durch Corona erschwert, weil die Kontaktbeschränkungen den direkten Kontakt in die Familien behindere.

Die Corona-Krise geht laut Herbst mit finanziellen Belastungen einher. Dabei gehe es zum Beispiel um Computer und Software, um die Jugendarbeit digital weiterzuführen. «Und dafür braucht es Gelder.» Hygieneschutzmaßnahmen verursachten zusätzliche Kosten. Auch seien Einnahmen zurückgegangen, etwa weil weniger Geld durch Sammelaktionen zusammen komme. In anderen Bundesländern seien Träger der Jugendhilfe und Jugendarbeit in Corona-Schutzfonds aufgenommen worden. «Und das wurde in Mecklenburg-Vorpommern leider verpasst», kritisiert Herbst.

Der Landesjugendring ist nach eigenen Angaben die größte Interessenvertretung von Kindern und Jugendlichen im Land.

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