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Coronavirus: MV-Kliniken bereiten sich auf Krankheit vor

28.01.2020 - Die Unimedizin Greifswald sieht sich auf Krankheitsfälle durch das Coronavirus gut vorbereitet. Um die Verbreitung einzudämmen, werden Patienten schon vor dem Eingang nach Symptomen befragt und gegebenenfalls gleich isoliert.

  • Die Vorbereitungen auf einen möglichen ersten Corona-Krankheitsfall werden intensiviert. Foto: Stefan Sauer/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Vorbereitungen auf einen möglichen ersten Corona-Krankheitsfall werden intensiviert. Foto: Stefan Sauer/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Greifswald (dpa/mv) - Nachdem das Coronavirus Deutschland erreicht hat, werden die Vorbereitungen auf mögliche Krankheitsfälle in Mecklenburg-Vorpommern intensiviert. «Wir sind darauf vorbereitet», sagte der Chefhygieniker der Universitätsmedizin Greifswald, Nils-Olaf Hübner, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. «Wir haben seit dem Herbst ein Konzept erarbeitet zum Schutz vor der tödlichen und viel häufigeren Influenza.» Da sich beide Krankheiten ähneln, seien jetzt nur noch «kleine Schräubchen» zu drehen. Er rechne nicht mit einer Masse von Corona-Krankheitsfällen, aber mit Verdachtsfällen.

Hübner appellierte an Patienten, die befürchten, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, in der Klinik oder Arztpraxis anzurufen, bevor sie ärztlichen Rat suchen. «Dann sind wir vorbereitet.» Das betreffe vor allem Menschen, die von einer Chinareise zurückgekehrt seien. Seit Dienstag würden vor der Greifswalder Universitätsmedizin Patienten befragt, warum sie die Notaufnahme aufsuchen. Menschen mit Risikofaktoren wie Fieber und grippeähnlichen Symptomen würden noch vor dem Wartebereich und der Anmeldung isoliert.

Wie auch für Patienten mit Verdacht auf Influenza seien in der Universitätsmedizin Isolierzimmer vorbereitet, die von außen erreichbar seien. So müssten möglicherweise infizierte Personen nicht an anderen im Haus vorbei.

Von Mittwoch an sollen Tests der Pharmaindustrie zur Verfügung stehen, mit denen an der Unimedizin Abstriche aus den Atemwegen auf das Corona-Virus hin untersucht werden können. So sei rascher eine Diagnose möglich. Derzeit sei aber die Wahrscheinlichkeit wesentlich höher, dass ein Patient Grippe habe, sagte Hübner. Die Symptome beider Krankheiten seien sehr ähnlich. Gegen die Corona-Krankheit gebe es keine kausale Therapie. Es sei aber möglich, Symptome zu mildern,das Fieber zu senken und ein Lungenversagen zu behandeln.

Wie der Rostocker Tropenmediziner Emil Reisinger rät auch die Unimedizin Greifswald zur Grippeschutzimpfung. Bei Geimpften sei die Influenza unwahrscheinlich. Zur Information über das Coronavirus hat die Krankenkasse Barmer die kostenlose Hotline 0800 84 84 111 eingerichtet. Sie stehe nicht nur Barmer-Versicherten, sondern allen Bürgern zur Verfügung.

Das neue Virus 2019-nCoV stammt ursprünglich vermutlich von einem Markt in der chinesischen Millionenstadt Wuhan, wo es wohl von dort gehandelten Wildtieren auf den Menschen übersprang. Die Zahl der Toten in China stieg inzwischen auf mehr als 100 - die meisten davon ältere Patienten mit schweren Vorerkrankungen.

Eine schützende Impfung oder eine spezielle Therapie zur Behandlung der Erkrankung gibt es nicht. Die Symptome - darunter trockener Husten, Fieber und Atemnot - können aber mit Medikamenten abgemildert werden. Nach derzeitiger Einschätzung von Experten verläuft die neuartige Lungenkrankheit offenbar in den meisten Fällen mild, möglicherweise sogar ohne Symptome.

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