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Creditreform rechnet mit vielen Insolvenzen

24.05.2020 - Wochenlang stand die Wirtschaft still, in manchen Bereichen ist noch immer Ruhe verordnet. Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform schaut skeptisch auf die kommenden Monate.

  • Benedikt von der Decken sitzt in seinem Büro. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Benedikt von der Decken sitzt in seinem Büro. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform rechnet im Zusammenhang mit der Corona-Krise mit einem deutlichen Ansteigen der Zahl der Insolvenzen in Mecklenburg-Vorpommern. «In den vergangenen Jahren haben viele Unternehmen ihre Eigenkapitaldecke ausbauen können. Aber es gibt immer noch genügend Firmen, bei denen die Kapitaldecke noch sehr dünn ist», sagte Creditreform-Geschäftsführer Benedikt von der Decken in Rostock. Die sei auch schnell aufgebraucht. «Gerade bei der Hotellerie und Gastronomie wird es massive Bremsspuren geben.» Dies sei trotz der Gegenmaßnahmen der Bundesregierung und der EU in Höhe von knapp zwei Billionen Euro zu erwarten, davon entfallen 51 Prozent auf Deutschland.

Dabei sei auch eine gewisse Marktbereinigung zu erwarten, sagte von der Decken. Möglicherweise sei bei manchen Unternehmern der Gang in den Ruhestand oder auch Unternehmensübergänge zu erwarten. «Der ein oder andere der Kleinunternehmer wird auch nicht mehr aufmachen.» Für problematisch hält von der Decken in diesem Zusammenhang die Entscheidung der Bundesregierung, die Antragspflicht für Insolvenzen bis Ende September auszusetzen. «Dann bleibt bis dahin einiges unter der Decke und im September ist dann das ganze Ausmaß zu erkennen.» Dann sei eine ganze Reihe von Insolvenzen zu befürchten, die es bei früherem Erkennen nicht hätte geben müssen. Laut bislang geltendem Gesetz muss jeder Unternehmer bei drohender Zahlungsunfähigkeit sofort beim Amtsgericht Insolvenz anmelden.

Nach dem Ende der Corona-Krise erwartet der Experte, dass die Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns in Teilen anders aussehen wird. Einige Firmen wird es nicht mehr geben, andere werden schwer angeschlagen sein und noch Monate brauchen, um wieder auf die Beine zu kommen.» Andererseits werde es auch einen Schub durch die schnell fortschreitende Digitalisierung geben. «Firmenkulturen werden sich zum Positiven verändern.»

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