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Deutlich weniger Organspender in Mecklenburg-Vorpommern

13.01.2020 - Rostock (dpa/mv) - Die Zahl der Organspender ist im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern deutlich zurückgegangen. Nach vorläufigen Daten der Deutschen Stiftung Organtransplantation von Montag spendeten 30 Menschen eines oder mehrere Organe. Im Jahr zuvor waren es noch 41. Gleichzeitig sank die Zahl der gespendeten Organe von 119 auf nunmehr 97. Zurückgegangen ist laut auch die Zahl der Transplantationen in den Kliniken Mecklenburg-Vorpommerns von 38 auf 28.

  • Eine Organtransportbox wird in den Räumen der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) übergeben. Foto: Jens Kalaene/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Organtransportbox wird in den Räumen der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) übergeben. Foto: Jens Kalaene/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bundesweit spricht die Stiftung bei den Organspendern von einem «nahezu unveränderten» Niveau: 932 Spender wurden demnach 2019 gezählt (2018: 955). Jeder von ihnen habe im Durchschnitt mehr als drei schwerkranken Patienten eine neue Lebenschance geschenkt, hieß es.

Am Donnerstag (16. Januar) soll der Bundestag über neue Regeln für Organspenden entscheiden. Dabei geht es um die sogenannte Widerspruchslösung. Ein fraktionsübergreifender Gesetzesentwurf von einer Gruppe um Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) strebt die «doppelte Widerspruchslösung» an. Ab dem 1. Oktober 2022 sollen demnach alle Bürger grundsätzlich als Spender gelten. Man soll dazu aber später Nein sagen können. Ansonsten wäre noch bei Angehörigen nachzufragen, ob ihnen ein Widerspruch bekannt ist.

Eine andere Abgeordnetengruppe um Grünen-Chefin Annalena Baerbock schlägt vor, dass alle Bürger mindestens alle zehn Jahre beim Ausweisabholen auf das Thema Organspende angesprochen werden. Daneben hat die AfD einen Antrag eingebracht, der eine doppelte Widerspruchslösung ablehnt. Gemeinsames Ziel ist, zu mehr Organspenden in Deutschland zu kommen.

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