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Deutlicher Zuwachs im Tourismus Mecklenburg-Vorpommerns

20.08.2019 - Was kann nach dem Supersommer 2018 für die Tourismusbranche noch kommen? Ein zweiter. Zumindest verzeichnen Hoteliers und Campingplatzbetreiber neue Bestwerte. Doch hinken Vorjahresvergleiche etwas.

  • Harry Glawe, Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, lächelt in die Kamera. Foto: Stefan Sauer/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Harry Glawe, Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, lächelt in die Kamera. Foto: Stefan Sauer/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schwerin (dpa/mv) - Nach dem Supersommer 2018 surft die Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern weiter auf der Erfolgswelle. Wie Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) am Dienstag in Schwerin mitteilte, wurde in den ersten acht Monaten des Jahres bei den Übernachtungen das hohe Niveau des Vorjahres noch einmal übertroffen. In den Hotels betrug das Plus demnach drei Prozent, auf den Campingplätzen sogar acht Prozent. «Wir können mit dem ersten Halbjahr sehr zufrieden sein. Ich wage die Prognose, dass wir zum Jahresende bei 31,5 bis 33 Millionen Übernachtungen landen werden», sagte Glawe.

Hotels, Pensionen, Campingplätze und Ferienhausanbieter hätten auch von den guten Vorbuchungszahlen profitiert, ausgelöst durch den sonnenreichen Sommer im Vorjahr. Doch auch das freundliche Wetter zu Ferienbeginn und die etwas längere Ferienzeit über alle Bundesländer habe die Nachfrage hoch gehalten.

Für das erste Halbjahr registrierte das Statistische Amt mehr als 3,6 Millionen Gäste und etwa 13,5 Millionen Übernachtungen in den größeren gewerblichen Tourismusbetrieben des Landes. Das sei ein Plus bei Gästen von 10,3 Prozent und bei Übernachtungen von 14,5 Prozent zum Vorjahreszeitraum gewesen, sagte Glawe. Doch sei der Vergleich beeinflusst durch die Aufnahme von bislang statistisch nicht erfassten Ferienwohnungen. Durch eine veränderte Zählung habe sich die Zahl der erfassten Gästebetten um 45 000 auf 325 000 erhöht.

Überdurchschnittliche Wachstumsraten verzeichneten laut Glawe Usedom, Rügen und Fischland/Darß/Zingst. Allein Schwerin habe nicht von dem wachsenden Gästezuspruch profitiert. Als ein Grund dafür wurde die veränderte statistische Erfassung genannt.

Glawe verwies aber auch auf Probleme. So sei der Zustand vieler Radwege im Nordosten häufig ein Ärgernis für Urlauber. Der niedrige Wasserstand in Seen und Flüssen sowie defekte Brücken und Schleusen hätten zudem den Wassertourismus massiv beeinträchtigt. «Wir müssen den Bund noch deutlicher an seine Verantwortung für funktionierende Wasserstraßen erinnern», sagte Glawe.

Der Hotel- und Gaststättenverband Mecklenburg-Vorpommerns zeigte sich mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden. Verbandspräsident Lars Schwarz sprach von einem guten Zwischenergebnis. Dort, wo Angebot und Lage stimmten, würden auch die Gastronomen leichte Zuwächse signalisieren. Problematisch bleibe die Fachkräftegewinnung. So werde es immer schwerer, geeignete Arbeits- und Fachkräfte zu finden und zu binden. «Große Hoffnung setzt die Branche in das Fachkräfteeinwanderungsgesetz», betonte Schwarz.

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