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Drei Corona-Neuinfektionen: Bockhahn spricht von Warnschuss

06.08.2020 - Das Erschrecken war groß, als die Zahl von 18 Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern am Mittwoch bekannt wurde. Nun sind die Zahlen wieder heruntergegangen. Rostocks Sozialsenator spricht dennoch von einem Warnschuss.

  • Corona-Test wird bei einer Patientin durchgeführt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Corona-Test wird bei einer Patientin durchgeführt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach der unerwartet hohen Zahl von 18 Corona-Neuinfektionen am Mittwoch sind am Donnerstag in Mecklenburg-Vorpommern lediglich drei neue Fälle bekannt geworden. Damit ist die Zahl der bisher landesweit nachgewiesenen Infektionen auf 910 gestiegen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte (Stand 16.00 Uhr). Jeweils ein Fall wurde in den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte, Rostock beziehungsweise Nordwestmecklenburg registriert.

Die Gesundheitsämter in Deutschland hatten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) am Donnerstag 1045 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Erstmals seit drei Monaten wurden damit mehr als 1000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert.

Rostocks Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke) bezeichnete die Häufung von Fällen am Mittwoch als problematisch. «Wir haben vier neue, voneinander unabhängige Fälle», sagte er zur Situation in der Hansestadt. «Das muss uns nicht in Panik versetzen, aber es ist ein deutlicher Warnschuss.»

Viele Menschen seien nicht bereit zu akzeptieren, dass die Pandemie noch lange nicht vorbei ist. Schutzmaßnahmen würden nicht mehr eingehalten. Dies sei in der Stadt beispielsweise auf den Einkaufsstraßen überall zu sehen. «Ich kann nur dringend appellieren, dass sich alle an die Regeln halten, um andere zu schützen», mahnte Bockhahn. So könnte auch verhindert werden, dass der nächste Shutdown kommt. «Wer meint, er muss sich nicht an die Regeln halten, verhält sich gelinde gesagt asozial.»

Bei der Reederei Aida Cruises wurde ein weiterer Fall auf einem Kreuzfahrtschiff registriert. Mitte Juli waren insgesamt 750 Besatzungsmitglieder aus Asien über den Flughafen Rostock-Laage nach Rostock gekommen. Sie sollten drei Schiffe für die Betriebswiederaufnahme vorbereiten. Zunächst waren zehn von ihnen positiv getestet worden, inzwischen stieg die Zahl auf zwölf.

Das Unternehmen verwies am Donnerstag auf den Erfolg der Präventionsmaßnahmen. «Wir haben in den zurückliegenden 14 Tagen Tausende Tests durchgeführt und werden damit fortfahren», sagte eine Sprecherin. Darüber hinaus teilte Aida mit, dass die letzte formale Freigabe durch Italien für die ersten Kurzfahrten ohne Landgänge zeitnah erteilt wird. Wegen einer fehlenden Genehmigung waren die ersten Fahrten abgesagt worden, Ausbildung und Training der Crews in Vorbereitung auf die Reisen liefen jedoch weiter.

Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20. Als genesen gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - 804 der Infizierten. 126 Menschen wurden den Angaben zufolge bislang wegen Covid-19 in Krankenhäusern behandelt, das ist einer mehr als am Vortag. Die Zahl der Behandelten auf Intensivstationen lag weiter bei 21.

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