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Drogenprozess gegen Ex-Bürgermeister von Ueckermünde im Juni

10.05.2019 - Pasewalk (dpa/mv) - Sechs Monate nach seiner Suspendierung muss sich der Ex-Bürgermeister von Ueckermünde (Vorpommern-Greifswald), Gerd Walther, vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 49-Jährigen vor, vorsätzlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln gefahren zu sein, wie am Freitag ein Sprecher des Amtsgerichtes Pasewalk erklärte. Die Verhandlung soll am 20. Juni beginnen. Bei der Fahrt im Mai 2018 hatte die Polizei Walther ertappt und den Führerschein eingezogen. Der Fall des ehemaligen Linken-Politikers und Ex-Landtagsabgeordneten hatte monatelang im Nordosten für Aufsehen gesorgt.

  • Ein Schild am Amtsgericht in Pasewalk. Foto: Stefan Sauer/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Schild am Amtsgericht in Pasewalk. Foto: Stefan Sauer/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Walther hatte Anfang 2018 in Medienberichten Drogenprobleme eingeräumt und diese mit persönlichen Problemen begründet. Daraufhin beriefen die Stadtvertreter, auch die seiner Partei, Walther aus seinem Amt ab. Nach langem Rechtsstreit wurde die Suspendierung Anfang 2019 rechtskräftig.

Zum Prozess sind zwei Gutachter und vier Zeugen geladen, darunter ein Insasse des Autos, das Walther gefahren hatte. Für derartige Vergehen kann eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr verhängt werden. Walther war seit 2012 im Amt, inzwischen ist er aus der Linkspartei ausgetreten.

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