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Ehrenamtskarte bringt Bonusleistungen für Engagierte

07.07.2020 - Preisvorteile beim Familienurlaub, beim Mietwagen oder beim Museumsbesuch. Die landesweite Ehrenamtskarte soll ihren Trägern lukrative Vergünstigungen und Preisnachlässe ermöglichen.

  • Eine überdimensionale Kopie der Ehrenamtskarte MV. Foto: Frank Pfaff/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine überdimensionale Kopie der Ehrenamtskarte MV. Foto: Frank Pfaff/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Corona-Pandemie hat auch Einfluss auf den Start der seit langem erwarteten landesweiten Ehrenamtskarte in Mecklenburg-Vorpommern. Die Bonuskarte, mit der die Leistungen besonders engagierter Ehrenamtler im Land honoriert werden sollen, wird vom 15. August an ausgereicht. «Uns ist es wichtig, dass die Angebote auch vollständig genutzt werden können», begründete Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) am Dienstag in Schwerin die Festlegung auf den Starttermin Mitte August. Bis dahin hoffe sie auch auf weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen, die bislang die Nutzung etwa von Freizeiteinrichtungen oder den Besuch von Sportveranstaltungen eingeschränkt hätten.

Trotz der Corona-Pandemie seien auch in den letzten Monaten viele neue Sponsoren und Rabatte für die künftigen Karteninhaber gewonnen worden, sagte Drese. Bislang 48 Partner würden Vergünstigungen anbieten. Dazu zählten unter anderem renommierte Autovermieter, Tankstellen- und Fastfood-Ketten, Anbieter von Familienurlauben, Energievesorger, Museen und staatliche Schlösser, sowie Sportvereine wie Damen-Volleyballmeister Schwerin oder die Basketballer in Rostock. Bis zum Jahresende solle die Zahl der Partner auf mindestens 60 anwachsen, sagte Drese und nannte das Schweriner Theater sowie Fußballdrittligisten Hansa Rostock als Wunschkandidaten. Doch seien auch weitere regionale Unternehmen sehr gefragt.

«Unsere Ehrenamtskarte ist ein Dankeschön an die ehrenamtlich Aktiven, die einen großen Beitrag für den Zusammenhalt in unserem Bundesland leisten. Sie ist mit ihren Anspruchsvoraussetzungen als Würdigung für besonderes bürgerschaftliches Engagement konzipiert», erklärte Drese.

Voraussetzung für den Erhalt der Bonuskarte sind mindestens fünf Stunden ehrenamtlicher Einsatz pro Woche über aktuell mindestens drei Jahre. Bei Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren reicht ein Jahr. Bereits seit Februar konnten Anträge auf die Ehrenamtskarte gestellt werden, 250 liegen laut Drese bislang vor. In den acht MitMachZentralen, die in allen Landkreisen sowie in Rostock und Schwerin die regionalen Ehrenamtsstrukturen stärkten, würden die Anträge geprüft, erklärte die Ministerin. Sie gehe davon aus, dass pro Jahr etwa 5000 dieser Karten ausgereicht werden. In einige Städten wird eine solche Bonuskarten bereits seit Jahren vergeben.

Nach Ansicht der Linksfraktion im Landtag ist die landesweite Ehrenamtskarte als Dank für Ehrenamtliche längst überfällig. «Je mehr mitmachen, desto wirkungsvoller sind die Karte und die damit verbundene Anerkennung», betonte die Abgeordnete Jeannine Rösler und forderte damit öffentliche und private Einrichtungen auf, sich anzuschließen. In der Perspektive müssten auch Mobilitätshilfen und Vergünstigungen für Bus und Bahn Bonusteil der Karte werden. «Das darf die Landesregierung nicht von vornherein ausschließen», mahnte die Oppositionspolitikerin.

Auch der AfD-Abgeordnete Thomas de Jesus Fernandes nannte die Einführung der Ehrenamtskarte «eine gute Sache». Es müsse aber noch mehr für die Unterstützung der Engagierten bei der Ausübung des Ehrenamtes getan werden. Kleine gemeinnützige Vereine könnten beispielsweise die Datenschutzgrundverordnung nur sehr schwer umsetzen und sollten daher von der Umsetzungspflicht befreit werden, erklärte er. Zudem forderte de Jesus Fernandes, den Übungsleiterfreibetrag anzuheben, um etwa Fahrtkosten zu kompensieren. «Davon würden unzählige Trainer in Sportvereinen und Ausbilder bei den Freiwilligen Feuerwehren profitieren.»

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