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Einbruchschutz lohnt sich: Zahl der Wohnungseinbrüche sinkt

24.07.2019 - Mehr als jeder dritte Versuch, in Wohnungen einzubrechen, scheitert. Dies zeigt nach Einschätzung von Kriminalisten, dass Vorsichtsmaßnahmen helfen. Denn Einbrecher wollen leichte Beute machen. Und sie lesen Facebook.

  • Ein Schild mit der Aufschrift "Einbrecher bitte zweimal klingeln" hängt in der unter einem Tastenfeld. Foto. Bodo Marks/Archiv Foto: Bodo Marks © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Schild mit der Aufschrift "Einbrecher bitte zweimal klingeln" hängt in der unter einem Tastenfeld. Foto. Bodo Marks/Archiv Foto: Bodo Marks © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schwerin (dpa/mv) - Die Zahl der Wohnungseinbrüche sinkt weiter. Im vergangenen Jahr fiel sie auf den niedrigsten Stand seit 2009, wie das Landeskriminalamt in Rampe bei Schwerin der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Einbrecher suchten demnach im Vorjahr insgesamt 1101 Wohnungen heim, 2009 waren es 1263 gewesen. Danach stiegen bis 2014 die Fallzahlen. Doch seit dem Höhepunkt mit damals 1530 Wohnungseinbrüchen beobachten die Experten des Landeskriminalamtes einen Rückgang.

«Die seit 2015 sinkende Tendenz entspricht dem bundesdeutschen Trend», sagte LKA-Sprecherin Anna Lewerenz. Für das laufende Jahr geht sie nach derzeitigem Stand von einem weiteren Rückgang aus.

Nach Angaben von Lewerenz scheitern die Einbrecher bei gut einem Drittel ihrer Versuche, in die Gebäude einzudringen. «Dies sind allesamt Fälle, in denen die Täter auf Bedingungen stoßen, die sie aus den unterschiedlichsten Gründen von der Vollendung ihres Vorhabens abhalten», erklärte sie. Dies verdeutliche, wie wichtig das Thema Einbruchschutz sei.

Laut Statistik hatte es 2014 noch 1045 erfolgreiche Einbrüche gegeben, eine Erfolgsquote von 68 Prozent. 2018 drangen die Einbrecher dann 677 Mal in Wohnungen ein, was einer Quote von 61,5 Prozent entsprach. Im Jahr 2009 waren die Täter noch zu 75 Prozent auch in die Wohnungen vorgedrungen.

«Einbrecher wollen leichte Beute machen», sagte Lewerenz. Alles, was das Entdeckungsrisiko erhöhe, könne sie von der Vollendung ihres Vorhabens abhalten. «Gut funktionierende Nachbarschaften sind für sie ebenso wenig einladend wie geschlossene Fenster und verschlossene Türen bei Abwesenheit.» Schon einfache mechanische Sicherungen erhöhten den Aufwand für die Täter und damit ihr Entdeckungsrisiko.

Wer Tipps für den Einbruchschutz sucht, sollte laut Lewerenz einen Blick auf Internetseiten wie www.k-einbruch.de werfen. Dort gibt es zum Beispiel Hinweise für die Urlaubszeit: Rollläden sollten danach über eine Zeitschaltuhr oder von Nachbarn geöffnet und geschlossen werden. «Sollten Sie keine dieser Möglichkeiten haben, lassen Sie die Rollläden offen.» Sonst wissen Diebe gleich Bescheid, dass niemand zu Hause ist.

Den Briefkasten sollte man ebenfalls von Freunden leeren lassen, Abonnements während der Abwesenheit abbestellen. «Ein überquellender Briefkasten zeigt, dass Sie im Urlaub sind.» Mittels Zeitschaltuhren sollte das Licht an- und ausgeschaltet und so Anwesenheit vorgetäuscht werden. Und: «Lassen Sie nicht jeden an Ihren Urlaubsfreuden teilhaben. Auch Einbrecher lesen Posts in den sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter, um leerstehende Wohnungen und Häuser ausfindig zu machen.»

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