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Elektromobilität kommt nur langsam in Fahrt

07.08.2019 - Elektroautos sind offenbar noch keine Alternative für Fahrer in ländlichen Regionen. Die Entfernungen zur nächsten Ladestation sind oft weit. Verkehrsminister Pegel hofft aber, dass Handwerker und Dienstleister mit kurzen Wegen die Elektromobilität voranbringen.

  • Christian Pegel (SPD), der Energie- und Verkehrsminister von Mecklenburg-Vorpommern, sitzt in einem „Streetscooter“. Foto: Jens Büttner © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Christian Pegel (SPD), der Energie- und Verkehrsminister von Mecklenburg-Vorpommern, sitzt in einem „Streetscooter“. Foto: Jens Büttner © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wittenburg/Schwerin (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) sieht in der Elektromobilität einen entscheidenden Baustein für wirkungsvollen Klimaschutz. Den Unternehmen würde bei der Umrüstung eine Vorreiterrolle zukommen. «Handwerksbetriebe, Pflegedienste oder andere Dienstleister sind meist auf festen Touren unterwegs mit überschaubaren Tagesfahrleistungen», sagte Pegel am Rande eines Besuches der Deutschen Post/DHL in Wittenburg, die dort batteriegetriebene Autos einsetzt. Wegen vergleichsweise kurzer Tagesstrecken könnten die Elektrofahrzeuge ohne zusätzlichen Ladevorgang auskommen, in der Nacht auf dem jeweiligen Betriebshof aufgeladen werden und so unabhängig von öffentlichen Ladestationen sein, erklärte Pegel.

Die jüngste Erhebung der Bundesnetzagentur hatte bestätigt, dass das Netz der Ladestationen in Mecklenburg-Vorpommern noch recht löchrig ist. Demnach gibt es im Nordosten 112 von der Agentur zugelassene Ladesäulen. Erfasst wurden Stationen, die öffentlich zugänglich sind und die seit 2016 geltenden technischen Mindestanforderungen erfüllen. Die Zahl der tatsächlich verfügbaren Ladestationen dürfte aber höher liegen.

«Die Frage der Ladeinfrastruktur ist aktuell noch eine zentrale Klippe beim Ausbau der Elektromobilität», räumte Pegel ein. Die Landesregierung setze sich daher weiter für den Aufbau eines bedarfsgerechten Angebots ein. Bislang habe das Land die Errichtung von 59 Ladestationen mit insgesamt 172 000 Euro an Zuschüssen unterstützt. Für Planung, Bau und Betrieb der Stationen seien aber viele Akteure wie Tankstellenbetreiber, Parkplatzbetreiber oder öffentliche Einrichtungen zuständig.

Die noch unzureichende Infrastruktur gilt neben den hohen Anschaffungskosten als ein Hauptgrund für den nur langsam in Gang kommenden Wechsel hin zu Elektrofahrzeugen. Nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes waren im April dieses Jahres in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 859 100 Autos zugelassen. Knapp 5900 davon hatten einen Elektro- oder Hybridantrieb. Das entsprach einem Anteil von knapp 0,7 Prozent. Die Zahl reiner Elektrofahrzeuge war mit 727 verschwindend gering.

Im Stadtstaat Hamburg etwa, in dem ähnlich viele Personenwagen registriert sind, lag der Anteil der elektrogetrieben Autos mit 5 Prozent schon deutlich höher. Dort fuhren nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes 7800 Elektroautos und rund 33 000 Hybrid-Fahrzeuge, die sowohl über Verbrennungs- als auch Elektromotor verfügen. Wegen der vielfach noch begrenzten Reichweite erfreuen sich Elektroautos im Stadtverkehr größeren Zuspruchs als in ländlichen Regionen. Für das Stadtgebiet von Hamburg verzeichnet die Bundesnetzagentur zudem fast 450 Ladestationen.

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