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Erneut mehr Waffen im Land: Anstieg verlangsamt

07.02.2020 - Knapp 19 000 Waffenbesitzer gibt es in Mecklenburg-Vorpommern. Darunter sind auch einige, die der Verfassungsschutz zur Szene der Reichsbürger und Selbstverwalter zählt. Sie zu entwaffnen, ist schwieriger als gedacht.

  • Revolver hängen in der Waffenkammer des Landeskriminalamtes (LKA). Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Revolver hängen in der Waffenkammer des Landeskriminalamtes (LKA). Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schwerin (dpa/mv) - Die Zahl privater Waffen in Mecklenburg-Vorpommern ist im vergangenen Jahr weiter gestiegen - wenn auch etwas langsamer als im Jahr davor. Anfang 2020 waren im Nordosten 18 989 Menschen registriert, die legal mindestens eine Waffe besaßen, wie das Innenministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Das seien knapp 160 mehr als am 1. Januar 2019. Im Jahr davor war die Zahl um 212 gestiegen.

Zwei Drittel der Waffenbesitzer - genau 12 303 Personen - gaben den Behörden gegenüber an, Jäger zu sein und deshalb eine oder mehrere Schusswaffen zu brauchen (Vorjahr: 12 116). Weitere 6711 Waffenbesitzer sind den Angaben zufolge Sportschützen.

Insgesamt waren zu Jahresbeginn in Mecklenburg-Vorpommern 100 458 Waffen registriert und damit 2840 mehr als Anfang 2019. «In den Zahlen sind aber auch inaktive Waffen berücksichtigt», sagte Ministeriumssprecher Marion Schlender.

Unter den Frauen und Männern mit Waffenerlaubnissen sind den Angaben zufolge derzeit 26 Personen, die der Verfassungsschutz zur Szene der sogenannten Reichsbürger und Selbstverwalter zählt. Von ihnen sei es 13 derzeit erlaubt, Schusswaffen zu kaufen, weil sie Jäger oder Sportschützen seien.

Zwar werde versucht, alle Reichsbürger zu entwaffnen. Dies sei aber ein Verfahren, in dem die Betroffenen Rechtsmittel einlegen könnten, wovon sie auch Gebrauch machten. Sogenannte Reichsbürger erkennen den deutschen Staat und seine Gesetze nicht an und weigern sich, Steuern, Sozialabgaben und Bußgelder zu zahlen.

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