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Erste Erdbeeren in Rövershagen: Noch unklarer Saisonverlauf

26.03.2020 - Die riesigen Erdbeerfelder sind wie ein Wahrzeichen von Rövershagen östlich von Rostock. Das Jahr könnte angesichts der Corona-Krise bei der Ernte und Vermarktung jedoch schwierig verlaufen.

  • Robert Dahl, Chef von Karls Erdbeerhof, zeigt ein Schild mit der Aufschrift «Noch 35 Tage bis zur Erdbeerernte». Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Robert Dahl, Chef von Karls Erdbeerhof, zeigt ein Schild mit der Aufschrift «Noch 35 Tage bis zur Erdbeerernte». Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Auf den Feldern rings um Rövershagen bei Rostock blühen die ersten Erdbeeren. «Die wissen nichts von der Krise und wachsen frech und unbehelligt weiter», sagte der Chef von Karls Erdbeerhof, Robert Dahl, der Deutschen Presse-Agentur. Auf den Feldern sehe es auch dank des stabilen und freundlichen Wetters sehr gut aus - im Gegensatz zum weiteren Verlauf der Saison. Der sei wegen der Ausbreitung der Covid-19-Erkrankung möglicherweise mit Problemen behaftet. Dahl bewirtschaftet eine Ackerfläche von rund 400 Hektar rund um Rövershagen. In einem normalen Jahr werden rund 8000 Tonnen geerntet.

Probleme könnten Ende April auftreten, wenn die Früchte erntereif sind, sagte Dahl. Dann würden die ersten rund 100 Erntehelfer benötigt. Deren Zahl steigere sich im Laufe der Saison auf bis zu 800. «Es ist gerade extrem schwer, Pläne zu schmieden», sagte Dahl. Hintergrund seien teils widersprüchliche Meldungen über Regelungen zur Einreise von Erntehelfern. Es gebe bei den Arbeitgebern deshalb auch Verunsicherungen.

Niemand wisse, wie die Situation in vier Wochen aussehe. Deshalb liefen auch parallel Überlegungen, mit Studenten oder Menschen, die wegen der Corona-Krise aktuell keine Arbeit haben, die Ernte zu bewältigen. «Möglicherweise kommt es zu einer Mischung der Modelle. Wir sind beweglich ohne Ende.»

Ebenfalls ungeklärt sei die Frage der Vermarktung. Die bisherige Strategie beruhe darauf, die Verkaufsstände bei Supermärkten und an belebten Orten in den Städten aufzustellen. Bei den Märkten werde das Konzept weiter funktionieren. Aber in den Städten sei zur Zeit viel zu wenig los. «Wenn sich das nicht normalisiert, werden wir viel mehr Beeren einfrieren und im Laufe der Zeit zu Marmelade verarbeiten.»

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