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Erste Infektion mit Coronavirus in Mecklenburg-Vorpommern

03.03.2020 - In Mecklenburg-Vorpommern war das Coronavirus bislang nicht nachgewiesen. Doch ist nun bei einem Ehepaar in Greifswald eine Infektion festgestellt worden. Das Paar kam gerade von einer Tagung in Baden-Württemberg.

  • Ein Mitarbeiter bearbeitet einen Nukleinsäuretestchip in der Anlage eines Biotech-Unternehmens. Ein neu entwickelter Nukleinsäuretestchip, der sechs Atemwegsviren, einschließlich des neuartigen Coronavirus, nachweisen und...

    Ein Mitarbeiter bearbeitet einen Nukleinsäuretestchip in der Anlage eines Biotech-Unternehmens. Ein neu entwickelter Nukleinsäuretestchip, der sechs Atemwegsviren, einschließlich des neuartigen Coronavirus, nachweisen und unterscheiden kann, wurde von der nationalen chinesischen Arzneimittelbehörde genehmigt. Foto: Liu Kun/XinHua/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Erstmals ist auch in Mecklenburg-Vorpommern bei zwei Patienten das neuartige Coronavirus nachgewiesen worden. Das Ehepaar aus Greifswald hatte auf einem Kongress Ende Februar in Baden-Württemberg Kontakt zu einer infizierten Person, wie das Gesundheitsministerium am Dienstagabend in Schwerin mitteilte.

Das Paar war vom zuständigen baden-württembergischen Gesundheitsamt informiert worden und ließ sich dann testen. Das Laborergebnis bestätigte dann die Infektion. Damit hat sich das neuartige Coronavirus mit Ausnahme von Sachsen-Anhalt auf nunmehr alle Bundesländer ausgebreitet.

Der 64-jährige Ehemann zeigt leichte Symptome wie Husten, die 62-jährige Ehefrau hingegen nicht, wie es aus dem Schweriner Ministerium hieß. Seit der Rückkehr nach Mecklenburg-Vorpommern hätten sie keine weiteren Kontakte gehabt. Das Ehepaar sei umgehend zuhause isoliert worden, teilte die zuständige Amtsärztin Marlies Kühn in Greifswald mit. Beide leiden laut Gesundheitsministerium nicht unter Vorerkrankungen.

«Die Informationsketten haben sich bewährt. Entscheidend ist, dass die beiden Erkrankten wieder schnell gesund werden», sagte Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU). Er hatte am Morgen das Kabinett über die Lage im Land und die Vorbereitungen auf mögliche Fälle informiert.

Für Fragen rund um das neuartige Coronavirus und die Lungenkrankheit Covid-19 richtete das Ministerium am Dienstag eine Telefon-Hotline ein. Unter der Nummer 0385 588 5888 sind Experten von Montag bis Donnerstag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr sowie von 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr erreichbar. Freitags ist die Hotline von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr besetzt. «Das Interesse an Information zum Thema Coronavirus wächst stetig», sagte Glawe. Hinweise und Meldungen würden außerdem über die Informations- und Nachrichten-App «Nina» verbreitet.

Laut Amtsärztin Kühn hat der Verwaltungsstab des Landkreises Vorpommern-Greifswald Maßnahmen eingeleitet, um einer Ausbreitung des Virus möglichst wirksam zu begegnen. «Wichtig ist jetzt, dass alle Bürgerinnen und Bürger die bereits bekannten Hygieneregeln beachten, um sich selbst und ihr persönliches Umfeld zu schützen», mahnte die Amtsärztin, betonte zugleich aber, dass kein Grund zu Panik bestehe.

Bundesweit wurden bislang knapp 200 Infektionsfälle registriert. Das Robert Koch-Institut (RKI) rechnete aber mit weiteren Fällen und Ausbrüchen in Deutschland. Am stärksten betroffen sind bislang die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg. Um die Ausbreitung der Viren zu verringern, wurde nach der Tourismusmusmesse ITB in Berlin nun auch die Leipziger Buchmesse abgesagt.

Schwere Verläufe der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 sind nach Angaben von Fachleuten selten, ein darauf zurückgehender Todesfall wurde in Deutschland bisher nicht erfasst. Bei weitem nicht jeder mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierte erkrankt an der Lungenkrankheit Covid-19. Zudem hat die große Mehrheit der Betroffenen lediglich Erkältungssymptome, die rasch wieder abklingen. Die Isolation der Betroffenen und die Suche nach Kontaktpersonen erfolgt, damit sich die Ausbreitung des Virus möglichst verlangsamt.

Der Ursprung des neuartigen Virus liegt in China. Die Zahl der Todesopfer und Infizierten stieg dort zuletzt beständig.

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