Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Ex-Ost-Präsident steht zu Vereinigungs-Formel 2+6

08.07.2020 - Von den 14 Vereinen, die im Sommer 1990 in die letzte Saison der DDR-Oberliga gestartet waren, ist kein einziger mehr erstklassig. Nur der damalige Zweitligist 1. FC Union Berlin ist als Ost-Vertreter auch in der kommenden Saison in der Fußball-Bundesliga dabei. Dazu vertritt der später gegründete Leipziger Club RB in der höchsten deutschen Spielklasse den Nordostdeutschen Fußball-Verband, der vor 30 Jahren den Deutschen Fußball-Verband der DDR (DFV) abgelöst hatte. Der 1. FC Erzgebirge Aue, in der Wende-Saison 1990/91 als Wismut Aue einer von 36 DDR-Zweitligisten, ist als einziger Ost-Verein in der 2. Bundesliga übrig geblieben.

  • Der Magdeburger Ex-Fußballer und Sportfunktionär Hans-Georg Moldenhauer. Foto: Peter Förster/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Magdeburger Ex-Fußballer und Sportfunktionär Hans-Georg Moldenhauer. Foto: Peter Förster/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Vereinigungs-Formel hieß 1990/91 nach langen Verhandlungen 2+6. Meister (Hansa Rostock) und Vizemeister (Dynamo Dresden) durften direkt in die aufgestockte Bundesliga. Der Dritte bis Sechste des 14er-Feldes war in der 2. Bundesliga. Der Siebte bis Zwölfte musste sich mit den beiden Staffelsiegern der 2. DDR-Liga um die zwei restlichen Zweitliga-Plätze im vereinten Fußball-Deutschland streiten. «Angesichts der damaligen Situation stehe ich heute noch dazu», betonte Hans-Georg Moldenhauer, der als letzter Präsident des DDR-Verbandes die Fußball-Wende maßgeblich mitgestaltet hatte.

Während der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit seinem damaligen Präsidenten Hermann Neuberger und auch die alten DDR-Funktionäre noch eine längere Übergangsphase für notwendig hielten, entwarf der Forschungsingenieur damals ein Blitzprogramm zur Fußball-Einheit. Auf dem DFV-Verbandstag im März 1990 erhielt der ehemalige Torwart des 1. FC Magdeburg die meisten Stimmen und wurde neuer Präsident.

«Manchmal wird man was, was man gar nicht werden will», sagte Moldenhauer 30 Jahre danach. «Wir hatten ein tolles Durcheinander, weil jeder dachte, eine zentrale Steuerung brauchen wir nicht mehr», skizzierte der heute 78 Jahre alte Moldenhauer die Lage vor dem Anpfiff der letzten DDR-Oberliga-Saison. «Ich habe damals keine blödsinnigen Dinge gefordert.»

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren