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Fall Leonie: Richter lobt Polizei und kritisiert Ministerium

09.01.2020 - Neubrandenburg (dpa/mv) - Im Fall der getöteten Leonie aus Torgelow hat das Landgericht Neubrandenburg Kritik an den Ermittlungsbehörden zurückgewiesen. «Es war völlig unverhältnismäßig, wie die Politik wegen der Flucht des Stiefvaters auf die Polizei eingedroschen hat», sagte Richter Jochen Unterlöhner bei der Urteilsbegründung in Neubrandenburg. Ohne die «vorbildliche Ermittlungsarbeit» hätte man den Stiefvater schwer überführen können. Dieser war am Donnerstag zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden.

  • Jörg Fenger (l-r), Verteidiger, und der angeklagte Stiefvater im Mordprozess um den Tod der sechsjährigen Leonie aus Torgelow im Landgericht auf die Urteilsverkündung. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa © dpa...

    Jörg Fenger (l-r), Verteidiger, und der angeklagte Stiefvater im Mordprozess um den Tod der sechsjährigen Leonie aus Torgelow im Landgericht auf die Urteilsverkündung. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Sehr wichtig seien unter anderem mehrere Tests mit Puppenwagen im Treppenhaus und der Fund des unscheinbaren Sicherheitsbügels gewesen, der als Tatwaffe verwendet worden war, sagte Unterlöhner. An diesem waren DNA-Spuren des Opfers gefunden worden.

Der Stiefvater der Kindes, das am 12. Januar 2019 tot in der Wohnung der Familie gefunden worden war, war am 14. Januar 2019 bei einer Vernehmung im Polizeirevier Pasewalk getürmt. Später kam heraus, dass ihm sein Vater und Geschwister geholfen hatten. Wenige Tage später nahm die Polizei ihn bei Anklam fest, als er mit einem Anwalt auf dem Weg zur Polizei war.

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hatte die Polizei wegen der Flucht scharf kritisiert. «Dass der Beschuldigte aus den Räumen, in denen er von der Polizei vernommen wurde, fliehen konnte, entsetzt mich außerordentlich», hatte der Minister erklärt. Die Kriminalbeamten, die den Mann damals noch als Zeugen mit Mutter und zwei Kindern nach Pasewalk bestellt hatten, waren selbst nur Gäste im Polizeirevier. Inzwischen gab es leichte bauliche Veränderungen.

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