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GEW mit Schulstart unzufrieden: «Heißer Herbst» angekündigt

14.08.2019 - Schwerin (dpa/mv) - Die Bildungsgewerkschaft GEW hat der Einschätzung von Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) widersprochen, dass das neue Schuljahr in Mecklenburg-Vorpommern geordnet angelaufen ist. Davon könne keine Rede sein. «Allein die Tatsache, dass halbwegs genügend Menschen am ersten Schultag vor den Klassen stehen, sichert nicht die notwendige Qualität. Wo auch immer wir mit Lehrkräften im Gespräch sind, wird deutlich: Es knackt an allen Ecken und Enden», erklärte die GEW-Landesvorsitzende Annett Lindner am Mittwoch in Schwerin. Nach wie vor baue die Landesregierung über Gebühr auf das persönlich hohe Engagement der Pädagogen.

  • Ein Schüler an einem Gymnasium meldet sich im Unterricht. Foto: Armin Weigel/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Schüler an einem Gymnasium meldet sich im Unterricht. Foto: Armin Weigel/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Lindner räumte ein, dass die Landesregierung den Ernst der Lage offenbar erkannt habe. «Gemeinsam mit dem Bündnis "Gute Schule in M-V" haben wir in den vergangenen Monaten mehr Verständnis dafür erreicht, dass es dringend großer Investitionen in den Schulbereich Bedarf. Die angekündigten 200 Millionen Euro mehr für Bildung, über einen Zeitraum von vier Jahren, sind dafür sicherlich ein guter Anfang, aber auch nicht mehr», mahnte der Co-Vorsitzende Maik Walm weiteren Handlungsbedarf an. Für die kommenden Wochen kündigte die Bildungsgewerkschaft einen «heißen Herbst» an.

Martin hatte sich zu Wochenbeginn zufrieden mit dem Schulstart gezeigt. Bis zum ersten Schultag seien 651 neue Lehrer eingestellt worden, für weitere 107 liefen die Einstellungsverfahren. Allerdings stelle sich die Gewinnung neuer Lehrkräfte bundesweit zunehmend schwierig dar, räumte sie ein. In Mecklenburg-Vorpommern werde zudem im kommenden Jahrzehnt ein großer Teil der Lehrer in den Ruhestand gehen, was den Personalbedarf erhöhe. Mit einem Maßnahmepaket will sie dem Lehrermangel entgegenwirken. Dazu gehören die bessere Bezahlung der Grundschullehrer und eine praxisnähere Ausbildung der Lehrer an den Universitäten.

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