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Gegen den Bundestrend: Zahl der Verkehrstoten steigt in MV

27.02.2020 - Die Hoffnungen auf eine Trendwende bei den Verkehrstoten in Mecklenburg-Vorpommern haben sich nicht erfüllt. Der Nordosten gehörte 2019 zu den drei Bundesländern, in denen die Opferzahl nach oben ging.

  • Polizei Blaulicht bei Unfallaufnahme. Foto: Stefan Puchner/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Polizei Blaulicht bei Unfallaufnahme. Foto: Stefan Puchner/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wiesbaden/Schwerin (dpa/mv) - Entgegen dem Bundestrend ist die Zahl der Verkehrstoten 2019 in Mecklenburg-Vorpommern gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden unter Berufung auf vorläufige Zahlen mitteilte, kamen im vorigen Jahr auf den Straßen im Nordosten 89 Menschen ums Leben. Das waren drei beziehungsweise 3,6 Prozent mehr als im Jahr 2018. Damit war Mecklenburg-Vorpommern eines von nur drei Bundesländern mit gestiegenen Opferzahlen. Schon 2018 hatte es im Nordosten nach Jahren mit rückläufiger Tendenz wieder einen deutlichen Anstieg gegeben. Die aktuell stärksten Rückgänge gab es laut Statistikamt im Saarland (minus 28,6 Prozent), Sachsen (minus 19,2) und Schleswig-Holstein (minus 18,9 Prozent).

In ganz Deutschland gab es im Vorjahr 3059 Verkehrstote. Das waren 6,6 Prozent weniger als 2019 und ist die niedrigste Zahl seit Beginn der statistischen Erhebungen vor mehr als 60 Jahren. Als wesentliche Gründe für den rückläufigen Trend gelten höhere Sicherheitsstandards bei Fahrzeugen und Straßen, die Einführung der Gurtpflicht und die Senkung der Promillegrenze. Auch in Mecklenburg-Vorpommern sterben heute deutlich weniger Menschen bei Unfällen. 1995 etwa hatte es landesweit noch 500 Verkehrstote gegeben.

Trotz des Rückgangs zählen die Straßen im Nordosten statistisch noch immer zu den gefährlichsten in ganz Deutschland. So gab es im Vorjahr im Nordosten 55 tödliche Unfälle je eine Million Einwohner. Nur Sachsen-Anhalt verzeichnete mit 62 Verkehrstoten je eine Million Einwohner einen höheren Wert. Hinter Mecklenburg-Vorpommern folgen Niedersachsen (54), Brandenburg (50) und Thüringen (43). Am geringste ist die Gefahr, bei einem Verkehrsunfall umzukommen naturgemäß in den Stadtstaaten Berlin (11), Bremen (12) und Hamburg (15).

Die Polizei erfasste 2019 in Deutschland rund 387 000 Unfälle mit Verletzten und Toten, 3,1 Prozent weniger als 2018. Mecklenburg-Vorpommern lag mit einem Rückgang um 2,9 Prozent auf knapp 6900 Unfälle mit Personenschaden im Bundestrend. Insgesamt erfasste die Polizei in Deutschland allerdings erneut mehr Unfälle, rund 2,7 Millionen oder 1,9 Prozent mehr.

Die zunehmende Nutzung von Elektrofahrrädern schlägt sich auch in der Unfallstatistik nieder. So kamen 2019 insgesamt 114 Pedelec-Fahrer ums Leben, ein Zuwachs von fast 33 Prozent. Die Zahl der Schwerverletzten stieg um rund ein Fünftel auf 2452. Die seit vergangenem Sommer in vielen Städten eingesetzten E-Scooter sind in der Statistik noch nicht extra ausgewiesen.

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