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Geldstrafe und Fahrverbot für Mopedfahrer wegen Gewalt

03.03.2020 - Für eine Attacke auf einen Radfahrer hat das Amtsgericht Neubrandenburg eine Geldstrafe und zwei Monate Fahrverbot gegen einen 32-jährigen Mopedfahrer verhängt. Richterin Birgit Hensellek sprach den Angeklagten am Dienstag der vorsätzlichen Körperverletzung und des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr schuldig. Der Mann soll 2800 Euro Strafe zahlen (70 Tagessätze zu 40 Euro). Er habe den Rennradfahrer im September 2018 in Neubrandenburg eingeholt und aus Ärger darüber, dass dieser nicht auf dem Radweg fuhr, beschimpft. Dann habe er dem Radler so einen Stoß versetzt, dass sich dieser überschlug und verletzte. Zeugen beobachteten, wie der Mopedfahrer floh und holten Hilfe.

  • Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Wer sich so im Straßenverkehr benimmt, sollte die Möglichkeit haben, das zu reflektieren», sagte Hensellek. Der Verurteilte hatte vor Gericht bestritten, zu dem Zeitpunkt mit seiner blauen Schwalbe in Neubrandenburg gefahren zu sein. Er sei zur Arbeit gewesen, was ihm das Gericht aber nicht glaubte. Der Radler, der wegen des Helms nur eine leichte Gehirnerschütterung und Prellungen erlitt, hatte wie ein Zeuge den Mopedfahrer vor Gericht wiedererkannt.

Auf die Spur des rabiaten Mopedfahrers hatte ein Zeuge die Polizei unter anderem mit dem Hinweis auf die Facebookseite des 32-Jährigen gebracht. Dort war er mit dem blauen Kultmoped zu sehen. Mit dem Urteil blieb Hensellek unter der Forderung der Staatsanwältin, die eine viermonatige Haftstrafe gefordert hatte, die zur Bewährung ausgesetzt werden sollte. Dies sei «ein Paradebeispiel, wie das Verhältnis von Kraftfahrern und Radfahrern zunehmend verroht», sagte die Staatsanwältin. Die Verteidigerin hatte Freispruch verlangt, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

 

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