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Geschwader «Steinhoff» will ab Montag Flugbetrieb aufnehmen

28.06.2019 - Nach dem Absturz der Kampfflugzeuge ist die Bundeswehrpräsenz in den Dörfern im Sperrgebiet inzwischen schon fast Normalität. Lange Reihe von Soldaten durchkämmen Wiesen und Kornfelder. Technik wird für die Bergung vorbereitet. Und die Feuerwehren haben ein Problem.

  • Feuerwehrleute fahren mit ihrem Einsatzfahrzeug in der Nähe einer der Absturzstellen durch ein Feld in der Nähe von Nossentiner Hütte. Foto: Jens Büttner © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Feuerwehrleute fahren mit ihrem Einsatzfahrzeug in der Nähe einer der Absturzstellen durch ein Feld in der Nähe von Nossentiner Hütte. Foto: Jens Büttner © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nossentiner Hütte (dpa/mv) - Eine Woche nach dem Absturz zweier Eurofighter bei Nossentiner Hütte (Mecklenburgische Seenplatte) will das zuständige Geschwader «Steinhoff» aus Laage bei Rostock den Flugbetrieb am Montag wieder aufnehmen. Das teilte ein Sprecher am Freitag mit. Die beiden Unglücksmaschinen waren Teil des Geschwaders «Steinhoff».

Unterdessen lief die Suche nach Trümmerteilen weiter auf Hochtouren. Wie Anwohner in Nossentiner Hütte am Freitag erklärten, wurde am Vortag auf einem Getreidefeld ein größeres Flugzeugteil geborgen. Ein Sprecher der Luftwaffe wollte sich zu solchen Details nicht äußern. Die Suche nach der genauen Absturzursache dauere noch an.

Am Freitag durchkämmten Soldaten mehrere hundert Meter weiter vom letzten Fundort eine große Wiese unweit von dem Maschinenwrack, dessen Pilot sich retten konnte. An beiden Absturzstellen wurde schwere Technik beordert, um die Bergung der Unglücksmaschinen vorzubereiten. Wann diese erfolgen sollte, war zunächst unklar.

Die Bürgermeisterin von Nossentiner Hütte, Birgit Kurth, lobte die Vorgehensweise der Bundeswehr. «Sie sind zu allen Häusern gegangen und haben sachlich aufgeklärt.» Inzwischen seien alle Grundstücke in Nossentiner Hütte abgesucht worden. «Die Menschen sind aber inzwischen sehr ruhig.»

Mehrere Feuerwehren der Region sind nur eingeschränkt einsatzfähig. «Die Gemeinden müssen die Schutzkleidung etlicher Kameraden neu beschaffen, da die getragenen Anzüge mit Fasern kontaminiert sind», sagte Kurth, die auch Vorsteherin des Amtes Malchow ist. Ursache seien gesundheitsgefährdende Stoffe, die beim Verbrennen der Faserverbundstoffe entstünden, die in den Eurofighter-Kampfflugzeuge verbaut seien. An den Löscharbeiten hatten sich etwa 100 Feuerwehrleute aus mindestens acht Wehren beteiligt.

«Solche Anzüge sind teuer, und das übersteigt unsere Möglichkeiten», erläuterte Kurth. Sie rechne mit Kosten von «mehreren zehntausend Euro.» Man hoffe, dass die Bundeswehr die Kosten ersetzen werde. «Die Gemeinden müssen das aber vorfinanzieren», sagte Kreisbrandmeister Norbert Rieger. Solch ein Anzug koste rund 1000 Euro.

Die beiden Eurofighter-Maschinen waren am Montag in der Luft zusammengestoßen und abgestürzt. Ein 27-jähriger Pilot starb. Der zweite Flugzeugführer konnte sich per Fallschirm retten. Insgesamt wurden vier Feuerwehrleute bei dem Großeinsatz verletzt.

Das Unglücksgebiet ist als Sperrgebiet ausgewiesen und wird von Feldjägern gesichert. Die gesamte Bergung soll noch mehrere Tage dauern. Von der Sperrung ausgenommen ist aber der Fußballplatz: Dort soll am Samstag die «Landesbestenermittlung» des MV-Fußballverbandes der «Alten Herren» stattfinden.

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