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Gewerkschaft: Vier von fünf Lehrern müssen ersetzt werden

22.02.2019 - Schwerin (dpa/mv) - Vier von fünf Lehrern in Mecklenburg-Vorpommern gehen nach Berechnungen der Gewerkschaft GEW bis 2030 in den Ruhestand und müssen ersetzt werden. Bereits jetzt müsse deshalb investiert und mehr Personal eingestellt werden, forderte der GEW-Landesvorsitzende Maik Walm am Freitag. Er kündigte ein Personalentwicklungskonzept an. Von Seiten des Bildungsministeriums sei keine strategische Lehrer-Personalentwicklung zu erkennen.

  • Ein Schüler der sechsten Klasse an einem Gymnasium meldet sich im Unterricht. Foto: Armin Weigel/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Schüler der sechsten Klasse an einem Gymnasium meldet sich im Unterricht. Foto: Armin Weigel/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Eckpunkte veröffentlichte die GEW bereits am Freitag. Danach sollte die wöchentliche Unterrichtsverpflichtung der Lehrer verringert werden. Grundschullehrer sollten so viel verdienen wie ihre Kollegen an den weiterführenden Schulen, bisher ist es deutlich weniger.

Die Hochschulen brauchen dem Papier zufolge mehr Personal, um mehr Lehramtsstudenten in der Regelstudienzeit zum Abschluss zu bringen. Einer Studie im Auftrag des Bildungsministeriums zufolge schwenken mehr als zwei Drittel aller Lehramtsstudenten in MV während des Studiums auf ein anderes Fach um oder brechen ab.

Absolventen der Universität sollten nach Auffassung der GEW ein unbefristetes Arbeitsverhältnis in Verbindung mit einem «flexiblen Referendariat und Berufseinstieg» angeboten bekommen. Für Seiteneinsteiger müsse es flexible Wege zum voll anerkannten Lehrer geben. Weitere Forderungen der Gewerkschaft betreffen die Bezahlung von Überstunden und Lebensarbeitszeit-Konten.

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