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Gewerkschaft beklagt großen Niedriglohnsektor in MV

05.10.2020 - Fast jeder fünfte Vollzeit-Beschäftigte in Mecklenburg-Vorpommern ist nach Angaben der Gewerkschaft IG BAU im Niedriglohnsektor tätig und hat damit trotz 40-Stunden-Woche weniger als 1885 Euro brutto im Monat. «Dass selbst eine Vollzeitstelle häufig nicht ausreicht, um finanziell halbwegs abgesichert zu sein, ist alarmierend», heißt es in einer am Montag verbreiteten Erklärung der Regionalvertretung der Gewerkschaft. Der Anteil der Geringverdiener sei mit 13 Prozent in Rostock am geringsten, mit jeweils 23 Prozent in den beiden Landkreisen in Vorpommern am höchsten. Vor allem in Bereichen wie Landwirtschaft, Gebäudereinigung und Floristik seien Niedriglöhne weit verbreitet.

  • Ein Streikender mit einer Warnweste mit dem Verdi-Logo und einer roten Trillerpfeife. Foto: Christophe Gateau/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Streikender mit einer Warnweste mit dem Verdi-Logo und einer roten Trillerpfeife. Foto: Christophe Gateau/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Landesweit erzielten trotz voller Stundenzahl etwa 67 000 Arbeitnehmer ein Einkommen unterhalb der amtlichen Niedriglohnschwelle, teilte die IG BAU unter Berufung auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag mit. Als Grund sieht die Gewerkschaft die geringe Tarifbindung. Ein Sprecher forderte die Unternehmen auf, sich zu Mitbestimmung und Sozialpartnerschaft zu bekennen. «Ein Erfolgsmodell, das den Beschäftigten - und den Betrieben - über Jahrzehnte wachsenden Wohlstand beschert hat», heißt es in der Mitteilung. Aber auch die Politik sei am Zug. Sie solle mehr für die Tarifbindung tun.

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