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Glawe: Fehlende Mitarbeiterwohnungen Problem für Gastgewerbe

11.12.2019 - Das Gastgewerbe steht vor massiven Veränderungen. Zum einen führt der Fachkräftemangel zu Engpässen, zum anderen muss sich die Branche auf die Digitalisierung einstellen. Genug Gesprächsstoff für den Branchentag in Rostock.

  • Harry Glawe, Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Stefan Sauer/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Harry Glawe, Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Stefan Sauer/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Rostock (dpa/mv) - Fehlende Mitarbeiterwohnungen sind eines der Hauptprobleme bei der Fachkräftegewinnung im Gastgewerbe. Dem wolle das Wirtschaftsministerium mit einer neuen Richtlinie entgegenwirken, sagte Minister Harry Glawe (CDU) am Mittwoch beim Branchentag des Gastgewerbes Mecklenburg-Vorpommern in Warnemünde. Darin gehe es um Zuwendungen des Landes zur Schaffung von Mitarbeiterwohnungen in Tourismus-Schwerpunktgemeinden.

Der Fachkräftemangel sei eines der Kernprobleme der Branche. «Ziel muss es sein, ein frisches, realistisches Bild der Berufsbilder aufzuzeigen, um junge Menschen für eine Ausbildung zu gewinnen», sagte Glawe. In der Branche werde gearbeitet, wenn andere feiern oder Urlaub machen. Deshalb müssten die Rahmenbedingungen rund um den beruflichen Alltag stimmen, dazu gehöre das Thema Wohnen.

Wie der Präsident des Dehoga Mecklenburg-Vorpommern, Lars Schwarz, sagte, wird die Digitalisierung zu massiven Veränderungen bei den Kundenwünschen und damit in der gesamten Branche führen. Dabei gehe es nicht nur um die Vermarktung im Bereich der sozialen Medien beispielsweise mit 360-Grad-Rundgängen durch die Häuser, Wellnessbereiche oder auch Restaurants.

Die Branche verspreche sich auch eine spürbare Reduzierung durch den digitalen Meldeschein, sagte Schwarz. Darum sei lange gekämpft worden und der Bund habe das nun umgesetzt. Künftig sei etwa nicht mehr die Unterschrift des Gastes notwendig und es entfielen auch diverse Kopien von Meldescheinen oder Ausweisen, die das Leben der Angestellten schwierig gemacht haben. Die Digitalisierung werde die ganze Haustechnik von der Vernetzung der Heizung, Klimaanlagen und Warmwasser bis hin zur Koordinierung von Reinigungskräften betreffen. Die meisten Betriebe seien von der Umsetzung dieser Technik allerdings noch weit entfernt, erklärte Schwarz.

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