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Greenpeace-Aktion vor Fehmarn: Hohe Geldstrafen angedroht

12.08.2020 - Mehrere Behörden haben der Umweltschutzorganisation Greenpeace das weitere Versenken von Felsbrocken in der Ostsee vor Fehmarn verboten und mit Geldstrafen gedroht. Im Juli hatte Greenpeace bereits eine ähnliche Aktion vor Rügen gemacht - auch das hatten die Behörden damals verboten.

  • Greenpeace-Aktivisten versenken einen Felsbrocken vor der deutschen Ostseeinsel Fehmarn im Wasser. Foto: Gregor Fischer/Greenpeace Germany © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Greenpeace-Aktivisten versenken einen Felsbrocken vor der deutschen Ostseeinsel Fehmarn im Wasser. Foto: Gregor Fischer/Greenpeace Germany © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Untersagungsverfügungen des Bundesamtes für Naturschutz und des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) werde mit Geldstrafen von bis zu 50 000 Euro gedroht, sagte Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack am Mittwoch. Die Strafen wurden auch für das Deponieren von Steinen im Meeresschutzgebiet Adlergrund angedroht. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes fordere außerdem, die vor Fehmarn versenkten Steine wieder zu heben.

Greenpeace hatte am Dienstag bis zu einer Tonne schwere Granitsteine von Bord des Schiffes «Beluga II» in den Fehmarnbelt geworfen. Die Organisation will damit nach eigenen Angaben gegen die Grundschleppnetzfischerei protestieren. Mit den völlig überzogenen Strafandrohungen solle offenbar versucht werden, Greenpeace mundtot zu machen, sagte Maack. Die Organisation kündigte Widersprüche gegen alle drei Verfügungen an.

Der Sprecher für maritime Wirtschaft der FDP-Bundestagsfraktion, der Rostocker Hagen Reinhold, nannte das fortgesetzte Versenken von Steinblöcken in der Ostsee einen neuen Höhepunkt an Dreistigkeit. Die einheimischen Fischer sollten von ihrer Lebensgrundlage abgeschnitten werden, obwohl die Fischerei seit Jahren rückläufig ist. Für dieses Maß an Selbstjustiz sei kein Platz, äußerte er.

Der fischereipolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Klaus Jensen, kritisierte die Aktion als Effekthascherei. Von einem «grünen Frieden» sei die Organisation mit dieser Aktion meilenweit entfernt.

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