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Grüne-Spitzenpolitiker als Fürsprecher für Fusion»-Festival

27.05.2019 - Ende Juni werden auf einem alten Militärflugplatz in der Mecklenburgischen Seenplatte wieder 70 000 junge Leute zum «Fusion»-Festival erwartet. Doch vier Wochen vor dem Start ist der Streit um das Sicherheitskonzept immer noch nicht beigelegt.

  • Das Areal für das alternative Musik- und Kulturfestival «Fusion». Foto: Bernd Wüstneck/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Areal für das alternative Musik- und Kulturfestival «Fusion». Foto: Bernd Wüstneck/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schwerin/Berlin (dpa/mv) - Die Veranstalter des «Fusion»-Festivals in Lärz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) bekommen im Streit mit den Sicherheits- und Ordnungsbehörden Unterstützung aus der Politik. In einem offenen Brief appellierten am Montag Bundestagsabgeordnete und Spitzenpolitiker der Grünen an Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD), dafür Sorge zu tragen, «dass es einen angemessen und tragbaren Kompromiss zwischen den Veranstaltern und der Polizei gibt».

«Die Region und der Ort Lärz leben von diesem Festival. Die Veranstaltung ist beispielhaft dafür, wie Kultur im ländlichen Raum wirken kann. Das Fusion-Festival 2019 muss stattfinden. Es ist ein lebendiges Zeichen für die Kreativität und Weltoffenheit Mecklenburg-Vorpommerns», heißt es in dem Schreiben, das von der Stralsunder Bundestagsabgeordneten Claudia Müller initiiert worden war. Mitunterzeichner sind unter anderem Annalena Baerbock, Katrin Göring-Eckardt, Robert Habeck, Cem Özdemir und Jürgen Trittin.

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hatte am Freitag im Landtag eine Einigung zur Polizeipräsenz beim Festival für Anfang dieser Woche in Aussicht gestellt. Doch nach Angaben des zuständigen Amtes in Röbel gab es am Montag noch keine abschließende Verständigung auf das erforderliche Sicherheitskonzept. Die Veranstalter hatten zwar Nachbesserungen vorgenommen, die Genehmigungsbehörden damit aber noch nicht vollends überzeugen können. Das Bekanntwerden eines vorläufigen, inzwischen aber verworfenen Einsatzplanes vom März, der Medienberichten zufolge bis zu 1000 Sicherheitskräfte und auch die Bereitstellung von Räumpanzern und Wasserwerfern beinhaltete, hatte zusätzliche Spannungen verursacht.

Mit etwa 70 000 Teilnehmern gehört die «Fusion» seit Jahren im Nordosten zu den größten Musikverstaltungen für junge Leute. Die Veranstalter hatten Pläne der Polizei abgelehnt, erstmals in der etwa 20-jährigen Geschichte des Musik- und Kulturfestivals direkt auf dem Veranstaltungsgelände, einem früheren Militärflughafen, eine ständige Wache einzurichten und anlasslos Polizeistreifen patrouillieren zu lassen.

Auf beides will die Polizei laut Caffier nun verzichten. Wichtig sei «der ungehinderte Zugang der Polizei zum Festivalgelände ohne jeden Zeitverzug». Beides sei im Sicherheitskonzept inzwischen festgehalten. «An der Polizei wird es jedenfalls nicht scheitern», versicherte der Minister.

Am Montag war die «Fusion» auch Thema einer Sondersitzung des Innenausschusses im Landtag. Neue Erkenntnisse habe die Beratung aber nicht gebracht, sagte der AfD-Abgeordnete Holger Schneider.

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