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Hälfte aller Neueinstellungen befristet

16.10.2019 - Schwerin (dpa/mv) - Eine wachsende Zahl von Jobs in Mecklenburg-Vorpommern wird nur befristet vergeben. Im ersten Halbjahr 2018 haben 50 Prozent aller neu eingestellten Mitarbeiter lediglich einen zeitlich befristeten Vertrag bekommen, wie aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken im Landtag hervorgeht. Im ersten Halbjahr 2017 seien es 45 Prozent gewesen. Bei den Daten beruft sich die Landesregierung auf das IAB-Betriebspanel, das auf den Angaben von jährlich rund 900 bis 1000 Betrieben in Mecklenburg-Vorpommern fußt. Daten für 2019 liegen demnach noch nicht vor.

  • Der Abgeordnete des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern, Henning Foerster (Linke). Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Abgeordnete des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern, Henning Foerster (Linke). Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Linken im Landtag, Henning Foerster, kritisierte die Zunahme der befristeten Verträge bei Neueinstellungen. «Befristungen verhindern gute Arbeit, denn sie erschweren eine verlässliche Lebensplanung», erklärt er. Sie seien ein legales Instrument, Arbeitsrechte zu umgehen und auszuhebeln. «So benötigen Unternehmen keinen Kündigungsgrund und sparen sich lange Prozesse und Kosten.» Foerster forderte, die Möglichkeit der sachgrundlosen Befristung zu streichen.

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