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Hohes Interesse für Wasserstoff-Symposium in Hamburg

22.10.2019 - Der Norden hat den Wind, der Süden braucht den Strom. Doch ließe sich der Windstrom speichern, so könnte auch Norddeutschland als Standort mit günstiger Energie neue Industrie anlocken. Darüber sprechen in Hamburg mehr als 700 Experten.

  • Der Zapfhahn einer Wasserstofftankstelle an den Stutzen eines Wasserstoffautos. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Zapfhahn einer Wasserstofftankstelle an den Stutzen eines Wasserstoffautos. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hamburg (dpa) - Ein internationales Wasserstoff-Symposium der norddeutschen Industrie- und Handelskammern ist auf großes Interesse gestoßen. Rund 730 Teilnehmer hätten sich zu der Veranstaltung am Mittwoch und Donnerstag in Hamburg angemeldet und damit deutlich mehr als erwartet, teilte die IHK Nord mit. «Wasserstoff ist die Speichertechnologie für unseren überzähligen Windstrom», sagte Malte Heyne, Geschäftsführer der IHK Nord. Das gelte umso mehr, wenn der Ausbau der Stromnetze in Richtung Süden stockend vorankomme.

Wird Windstrom in Wasserstoff umgewandelt, so kann er zum Beispiel in den Bereichen Mobilität, Industrie, synthetische Kraftstoffe und in der maritimen Wirtschaft eingesetzt werden. Der Norden sei führend bei der Entwicklung und Anwendung der Wasserstoff-Technologie in Deutschland und wolle sich bei dem Symposium mit anderen Regionen austauschen, die ebenfalls auf Wasserstoff setzen. Dazu gehören zum Beispiel Japan, Groningen und Frankreich.

«Entscheidend ist die Wirtschaftlichkeit», sagte Heyne. Da könne das Regelwerk der Energiepolitik einen Beitrag leisten, indem Wasserstoff von der EEG-Umlage befreit werden. Das würde eine «Wirtschaftlichkeitsspirale» in Gang setzen, weil immer neue Anwendungen auch zu günstigeren Preisen führen werden. Ein Fokus der Konferenz liege auf den Anwendungen, die für den Norden besonders naheliegen, zum Beispiel im Schwerlastverkehr oder in der Schifffahrt.

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