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IG Metall über MV-Werften: «Es steht Spitz auf Knopf»

16.06.2020 - Die IG Metall hat vor einer Kabinettssitzung der Schweriner Landesregierung zu weiteren Corona-Hilfen für die MV-Weften ein dramatisches Bild der Situation gezeichnet. «Es steht Spitz auf Knopf», sagte der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Daniel Friedrich, der Deutschen Presse-Agentur nach einem Gespräch von IG Metall, Betriebsräten und Landesregierung unmittelbar vor der Kabinettssitzung.

  • Daniel Friedrich, Bezirksleiter IG Metall Küste. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Daniel Friedrich, Bezirksleiter IG Metall Küste. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Land soll seine Zustimmung zur Auflösung von 175 Millionen Euro verpfändeten Guthaben des Genting-Konzerns bei Banken geben, um dringend benötigte Liquidität zu bekommen. Das Schweriner Kabinett trat am Vormittag zusammen, um darüber zu beraten. Zuvor überreichte die IG Metall eine Resolution, in der die Banken, die Genting-Gruppe, das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Bundesregierung aufgefordert werden, alles Erforderliche zu unternehmen, um die mehr als 3000 Arbeitsplätze bei den MV-Werften an den Standorten Wismar, Rostock und Stralsund und bei den Tochtergesellschaften zu erhalten.

Die positive Entwicklung im Schiffbau in den vergangenen Jahren dürfe aufgrund von Corona nicht gestoppt werden, den Werften und Zulieferern müsse jetzt geholfen werden, heißt es in der Resolution. «Sie brauchen genügend Geld und Zeit, um auf die neuen Bedingungen in der Kreuzfahrtbranche reagieren zu können.» Die Betriebe und die Strukturen müssten erhalten bleiben und dann mit neuen Technologien und Produkten ökologisch weiterentwickelt werden.

Friedrich sagte, Genting habe nach dem Kauf der MV-Werften all seine Zusagen eingehalten, mehrere hundert Millionen Euro investiert, 1500 neue Arbeitsplätze geschaffen und die Ausbildung hochgefahren. Damit unterscheide sich der asiatische Konzern deutlich von vorherigen Gesellschaftern. Die aktuellen Probleme resultierten aus der Corona-Krise.

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