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IHK: Wirtschaft auf Entwicklungen in Pandemie vorbereitet

19.10.2020 - Der Lockdown im Frühjahr hat den Unternehmen auch in Mecklenburg-Vorpommern einen heftigen Schlag versetzt. Dem Aufatmen danach folgt nun die Furcht vor einer zweiten schweren Krise.

  • Ein Schild weist auf die Industrie- und Handelskammer hin. Foto: Bernd Wüstneck/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Schild weist auf die Industrie- und Handelskammer hin. Foto: Bernd Wüstneck/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Wirtschaft ist nach Ansicht des Hauptgeschäftsführers der IHK Rostock, Thorsten Ries, auf die weiteren Entwicklungen in der Corona-Pandemie vorbereitet. «Ich glaube, dass wir in den letzten Monaten gezeigt haben, dass wir mit der Krise umgehen können», sagte Ries am Montag bei der Vorstellung einer Herbst-Konjunkturumfrage. Es habe Lerneffekte gegeben. Wichtig sei es nun, Geschlossenheit zu zeigen und einzelnen Unternehmern zu helfen, damit nach der Pandemie der Neustart gelingen könne.

Insgesamt sei im Zuge der Corona-Pandemie bei den Unternehmen im Bereich der IHK Rostock die Stimmung auf einen Zehn-Jahres-Tiefststand gesunken. Die aktuelle Geschäftslage der Betriebe sei stark eingebrochen und die Erwartungen seien so pessimistisch wie zuletzt in der Finanzkrise 2009, sagte Ries. Demnach liegt der Geschäftsklimaindex im Vergleich zum Jahresbeginn um elf Punkte niedriger bei nunmehr 108 Indexpunkten.

Auch die Unternehmen im Osten des Landes sind einer Parallel-Umfrage der IHK Neubrandenburg zufolge noch weit von der Normalität entfernt, auch wenn sie einen Teil der Umsatzverluste aus dem Corona-Frühjahr wettgemacht haben. Große Probleme gebe es weiter in der Gastronomie, dem Einzelhandel und der Veranstaltungsbranche. Dagegen bewerteten Baubranche, Industrie und andere Dienstleister ihre Lage deutlich besser. Insgesamt hätten 91 Prozent der Firmen ihre wirtschaftliche Lage als gut und befriedigend bezeichnen, hieß es. Neun Prozent äußerten, dass sich ihre wirtschaftliche Lage schlecht darstelle.

Die Kammern rechneten damit, dass es 2021 eine größere Welle von Schließungen bei Geschäften und Gastronomen geben wird. Ein zweites Mal dürfe es keinen Lockdown geben, das sei die Hauptsorge der Firmen, sagte Neubrandenburgs IHK-Hauptgeschäftsführer Torsten Haasch.

«Vor allem die international agierenden Unternehmen wissen noch nicht, wie sich ihre Geschäfte in den kommenden Monaten entwickeln werden», sagte der Hauptgeschäftsführer der IHK Schwerin, Siegbert Eisenach. Lediglich neun Prozent erwarteten eine günstigere Entwicklung betonte er für seinen Beritt. Die Unternehmen begründeten ihre Einschätzung mit ihren jeweiligen Schwerpunktregionen und den dortigen sehr unterschiedlichen Entwicklungen.

Der bei der IHK Rostock unter anderem für Handel und Außenwirtschaft zuständige Geschäftsführer Peter Volkmann sagte, dass die kommenden Monate für einige Betriebe schwer würden. «Die Programme sind da und werden nachjustiert.» Manches könne jedoch schneller gehen. Es müsse allerdings auch beachtet werden, dass die gesamte Konjunktur schon vor dem Auftreten der Pandemie im Abflauen gewesen sei.

Der Großteil der Umfrage-Ergebnisse sei mit Blick auf die Entwicklung bis Ende 2020 im Bereich der IHK Rostock «relativ optimistisch», wie Ries weiter sagte. So hätten nur 15 Prozent ihre aktuelle Lage als schlecht bezeichnet, 85 Prozent dagegen als gut oder befriedigend. Etwas schlechter sehe es bei den Erwartungen aus: Hier gingen 23 Prozent von einer eher schlechteren Zukunft aus, bei 77 Prozent waren die Erwartungen gut oder befriedigend.

Für viele Unternehmen liege eine Rückkehr zum Vorkrisenniveau noch in weiter Ferne, sagte Ries. Ein Drittel der Betriebe erwarte, dass sie das Niveau von vor der Coronakrise erst in der zweiten Jahreshälfte 2021 oder später wieder erreichten. «Sechs Prozent sind ganz pessimistisch und gehen davon aus, dass sich ihr Geschäft gar nicht mehr erholt.» Die Erhebungen zur Rostocker Umfrage waren allerdings schon vor zwei Wochen beendet worden, als die Entwicklung der Pandemie noch optimistischer betrachtet wurde als aktuell.

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