Illegaler Waffenbesitz: Urteil gegen Polizist rechtskräftig

11.02.2021 Die Bewährungsstrafe gegen einen ehemaligen Elitepolizisten aus Mecklenburg-Vorpommern unter anderem wegen Kriegswaffenbesitzes ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof in Leipzig verwarf die Revision der Staatsanwaltschaft Schwerin am Donnerstag, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Der Mann war im Dezember 2019 vom Landgericht Schwerin zu einem Jahr und neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Der Anklagebehörde war das zu wenig. Der 6. Senat des Bundesgerichtshofs entschied nun aber, dass das Urteil des Landgerichts keine Rechtsfehler aufweist.

Die Statue der Justitia. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bei zwei Durchsuchungen im Haus des Mannes in der Nähe von Schwerin waren unter anderem eine Maschinenpistole, Übungsgranaten und mehrere tausend Schuss Munition gefunden worden, für die er keine Erlaubnis besaß. Andere Waffen, die der einstige Scharfschütze und Schießtrainer beim Spezialeinsatzkommando (SEK) Mecklenburg-Vorpommern legal besaß, hatte er nicht ordnungsgemäß gelagert.

Der Mann galt als Motor rechtsextremer Umtriebe in Teilen des SEK Mecklenburg-Vorpommern. Er war ein extremer Prepper, der zur persönlichen Vorbereitung auf einen Katastrophenfall nicht nur Lebensmittel hortete, sondern auch Waffen. Er hatte Kontakt zur rechten Prepper-Gruppe «Nordkreuz», gegen die der Generalbundesanwalt vor mehr als drei Jahren Ermittlungen wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat aufnahm.

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