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Irland wird 2019 Gastland beim Filmkunstfest

04.12.2018 - Schwerin (dpa/mv) - Beim 29. Filmkunstfest MV vom 30. April bis 5. Mai 2019 in Schwerin wird Irland Gastland sein und damit das Rahmenprogramm maßgeblich bestimmen. Gezeigt würden Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme, die Alltag und Geschichte der Menschen auf der grünen Insel zeigten, kündigte der Künstlerische Leiter des Festivals, Volker Kufahl, am Dienstag in Schwerin an. Geplant seien zudem eine Foto-Ausstellung sowie musikalische und literarische Veranstaltungen. So werde der Kolumnist Ralf Sotscheck nach Schwerin kommen, der seit vielen Jahren für deutsche Tageszeitungen von der Insel berichtet.

  • Der künstlerische Leiter Volker Kufahl. Foto: Jens Büttner/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der künstlerische Leiter Volker Kufahl. Foto: Jens Büttner/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Den Anstoß zur Wahl Irlands habe er bei der diesjährigen Berlinale erhalten, sagte Kufahl. Das Historiendrama «Black 47» sei für ihn einer der stärksten Wettbewerbsbeiträge gewesen. Der Film behandele gleich mehrere irische Themen in einer packenden Story: Den Kampf gegen den britischen Kolonialismus, die große Hungersnot zwischen 1845 und 1852 und die Auswanderung von Millionen Iren, die aus Not vor allem nach Nordamerika emigrierten. Der auch in Irland erfolgreiche Film stehe beim Filmkunstfest in Schwerin auf dem Programm.

«Die irische Filmindustrie erlebt dank vieler kreativer Talente und durch den Dreh internationaler Produktionen eine neue Blüte», sagte Kufahl. Als Beispiele nannte er «Der Soldat James Ryan» und Folgen aus den Film-Reihen «Harry Potter» sowie «Star Wars». Zudem erlebten Dokumentarfilme aus Irland einen Boom.

Mit bis zu 18 000 Zuschauern gilt das jeweils Anfang Mai stattfindende Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern als das Filmfestival Ostdeutschlands mit den meisten Besuchern. Im Vorjahr wurde das Flüchtlingsdrama «Styx» des österreichischen Regisseurs Wolfgang Fischer als bester Film geehrt. Den Ehrenpreis, den «Goldenen Ochsen», erhielt Schauspieler Henry Hübchen.

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